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Geschrieben von: Gabi Gründling
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Montag, den 04. Januar 2010 um 00:00 Uhr |
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Mein Name ist Oliver Leu und ich bin Jahrgang 1974. Wenn ich nicht laufe verdiene ich mein Geld als Physiotherapeut in Bremerhaven wo ich seit fünf Jahren in einer Praxis als Angestellter arbeite.
Mit dem Ausdauersport habe ich 1991 begonnen als ich mir vom Konfirmationsgeld ein Rennrad gekauft habe. Das war mir im Winter aber zu kalt und auf glatten Untergrund zu gefährlich. Also habe ich nach einer Alternative gesucht. Und so habe ich irgendwann in 1992 mit dem Laufen begonnen.
So habe ich im Herbst 1992 meinen ersten 10 km-Lauf in Osterholz-Scharmbeck gemacht. Ein halbes Jahr später folgte dann ein Halbmarathon in Bremen. Den ersten Marathon bin ich im September 1994 in Berlin gelaufen. Das war bis dahin mein tollstes Lauferlebnis.
Irgendwann in diesem Zeitraum habe ich in der Laufzeitschrift „Spiridon“ vom Spartathlon gelesen und mir überlegt was für Bekloppte das wohl machen. Dieser Lauf blieb mir von da an irgendwie immer im Hinterkopf. In 1995 habe ich mich auf den Rennsteig gewagt: mein erster Ultra. 67km durchs Mittelgebirge, und das für mich als Flachländer. Das war der Start in den Ultrabereich. Danach habe ich mich öfter an 100 km-Läufen versucht. Geschafft habe ich es zum ersten mal 1997 in Seevetal-Hittfeld bei Hamburg. Die Zeit war nicht sonderlich befriedigend 10:55 Std., aber egal, geschafft. Danach bin ich wieder auf die Marathondistanz gegangen. So habe ich 1999 meine Marathon-Bestzeit von 2:39 Std. erzielt. Anschließend bin ich 3,5 Jahre nicht mehr gelaufen. Es war kein Antrieb da.
2004 hatte ich wieder Lust zum Laufen. Nach kurzer Überlegung, wohin es läuferisch gehen soll, habe ich beschlossen: es soll Ultra sein. Also habe ich mich in den nächsten 2 Jahren langsam zum 100 km Lauf trainiert. Der bisher größte sportliche Erfolg war dann im September 2006 der Sieg in Winschoten mit 7:31 Std.
Aber nun kam mir irgendwie der Spartathlon-Bericht wieder in den Kopf. Den Live-Ticker habe ich 2006 voller Spannung verfolgt. Der Spartathlon sollte es 2007 für mich sein. Vorher sollte ich mal einen 24-Stunden-Lauf machen habe ich gedacht. Apeldoorn 2007 schien mir geeignet. War aber nicht so gut (151 km). Einige Wochen danach fand die 24 Std.-DUV Meisterschaft statt. Da war die Leistung mit 208 km ganz ordentlich. Aber danach waren erst mal 3 Tage Krankenhaus angesagt: der Kreislauf wollte nicht mehr so recht. Dann also der Spartathlon im Herbst. Ein solch tolles Laufereignis habe ich, den Sieg in Winschoten ausgenommen, selten erlebt.
2008 und 2009 wurde mir dann eine große Ehre zuteil. Ich durfte im deutschen Nationalteam im 24-Std.-Lauf in Seoul und Bergamo starten. Leider konnte ich gerade dort keine sonderlich guten Leistungen zeigen. Ich hoffe mich irgendwann noch einmal fürs Nationalteam qualifizieren zu können. Im August diesen Jahres in Wolfenbüttel beim 24-Std. Bahnlauf habe ich 228,2 km erreicht leider 1,8 km zu wenig. Mein größtes Ziel ist es endlich einmal einen Lauf von Anfang bis Ende durchzulaufen. Mal sehen, was dann an Kilometern möglich ist. Auf jeden Fall gesund dabei bleiben und Freude am Laufen behalten.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 14. Februar 2011 um 13:12 Uhr |