|
1972 bin ich in Waiblingen geboren, dann in Ditzingen aufgewachsen und nun schon seit 14 Jahren in Vaihingen /Enz am Fuße des Naturparks Stromberg heimisch. Nach dem Abitur stand ich vor der Wahl zwischen A wie Agrarökonomie bis W wie Wirtschaftswissenschaften (die Buchstaben X, Y und Z konnte ich definitiv ausschließen) aus dem Studienführer. Letztlich ist es die Betriebswirtschaftslehre geworden, was ich nicht bereut habe und arbeite heute beim Sparkassenverband Baden-Württemberg als Teamleiterin Firmenkundengeschäft.
Gelaufen bin ich schon immer, jedenfalls seit ich laufen kann, zuerst meist lustlos und widerwillig mit den Eltern auf dem heimischen Trimmpfad (dieses blöde Seitenstechen!). Mein Bruder und ich konnten ja nicht zuhause bleiben, während unsere Eltern etwas für ihre Fitness tun wollten, also mussten wir Kinder eben auch laufen. Später kam ich dann – vor allem über meinen Bruder – zur Leichtathletik. Laufen hat mir mittlerweile viel Spaß gemacht, ich betrieb es aber fast ohne Wettkampfambitionen sondern mehr als Betreuerin meines Bruders. Um ihm folgen zu können, musste ich mich allerdings dann doch gewaltig anstrengen, denn der Kerl war ja „Sprinter“ mit Strecken von 400 bis 800 m.
Neben der Lauferei gab es aber schon damals dank der zahlreichen sportlichen Leidenschaften meiner Eltern eine Menge weiterer Sportarten, die ich gerne und oft betrieb: Skifahren, Radfahren, Wandern, Langlaufen …
Irgendwann war das Laufen nur noch Ausgleichssport zum Radfahren, nach einem schweren Radunfall 2001 hatte ich aber auf dem Rad Angst und wollte gleichzeitig so schnell wie möglich wieder fit werden, denn für den Sommer hatte ich einige große Bergtouren geplant. Also intensivierte ich gleich nach dem Ende der „Krückenphase“ so gut es ging die Lauferei – da konnte man bei einem Sturz nicht so tief fallen wie vom Rad. Tja, und da ich dann schon mal so im Laufen drin war meldete ich mich doch umgehend für den Halbmarathon in Stuttgart an. Und beschloss auch gleich noch, im Herbst desselben Jahres in Frankfurt meinen ersten Marathon zu laufen. Ankommen und unter 4 Stunden bleiben, das waren die einzigen Ziele. Beides klappte ohne Probleme und mein Ehrgeiz war geweckt. Für den zweiten Marathon im Juni darauf in Stockholm war ich schon gemeldet bevor ich den ersten überhaupt gelaufen war.
In den folgenden Jahren kämpfte ich leider häufig mit der ein oder anderen Verletzung oder auch Krankheit, mit denen ich zwar laufen konnte, die mich aber immer wieder weit zurück warfen. Nach für mich guten Leistungen folgten wieder Monate ohne vernünftiges Training.
Eine Freundin wollte mit mir gemeinsam nach Biel – davon träumten wir. Ich zögerte aber und wollte damit erst Ernst machen, wenn ich einmal 2 Jahre in Folge verletzungsfrei und gesund blieb. Bis dahin beschränkte ich mich auf Strecken bis zum Marathon und auf eine Menge anderen Ausdauersport auf dem Rennrad und auf mehr oder wenigen hohen Bergen dieser Welt.
Das Ziel 100 km in Biel verlor ich nicht aus den Augen. Ende 2006 ging es gesundheitlich aufwärts, ich konnte endlich konstant trainieren, blieb gesund und fing an, mich im Trikot des EK Schwaikheims mit kurzen Ultrastrecken an die 100 km heranzutasten. Seither läuft es rund, viele neue Bestzeiten und wunderbare Erlebnisse auf allen Strecken zwischen 5 km und 100 km, bestimmt 50 Marathons und mehr.
Meine anderen Interessen wie Kunst und Kultur, Literatur, Hand- und Gartenarbeit bleiben neben der Arbeit und der Lauferei etwas auf der Strecke. Ich versuche jedoch, jede freie Minute zu nutzen, um diese nicht total zu vernachlässigen.
Am liebsten laufe ich mit meinem Mann Jochen durch den heimischen Naturpark Stromberg oder den nahen Schwarzwald. Immer schön hügelig, bergauf-bergab durch zu jeder Jahreszeit herrliche Natur. Bei unseren Sonntagsausflügen (manchmal dauern sie auch ein ganzes Wochenende) ausgerüstet mit Laufrucksack, Wanderkarte und Vesper laufen wir die Wanderwege ab und erkunden die Gegend. Dabei kann ich richtig ins Schwärmen kommen angesichts der vielen kleinen und großen Schönheiten am Wegesrand.
Nach wie vor ist es mir sehr wichtig, nicht nur zu laufen, sondern auch die anderen Sportarten wann immer möglich auszuüben. Im Winter stehe ich daher so oft es geht auf den schmalen Langlaufski, im Sommer nutze ich das Rennrad als Alternativtraining oder gehe in die Berge zum Wandern, Klettersteiggehen oder auf Hochtour.
Meine größten Erfolge:
Marathon 2004 in Zürich (3:20), Bottwartalmarathon 2010 (3:07)
DUV-Meisterin über 50km (2009)
100 km in Biel 2009 (2. Platz in 9:06)
Meine schönsten Läufe:
100 km Biel 2008 und 2009, Two Oceans Marathon 2006, Jungfrau Marathon, Stockholm Marathon, Trans Alpine Run 2009, Trans Swiss 2010 und natürlich der Stromberg Extrem 2010 (und ganz viele andere)
Mein schlechtestes Lauferlebnis:
die vielen frustrierenden Läufe in der langen Zeit, in der ich unerkannt an massivem Eisenmangel litt, Hamburg Marathon 2008, wo ich unterwegs einfach stehen geblieben bin und nicht mehr weiter wollte (nach einiger Bedenkzeit bin ich dann doch ins Ziel „gejoggt“).
Meine Lieblingsläufe:
Bottwartalmarathon, Freiburg Marathon, 10 km-Lauf rund um den Feuersee (Kleinaspach), Magstadtlauf (10 km), Nikolauslauf Tübingen (Halbmarathon), Belchen Berglauf
Nicole in unserer Statistikdatenbank
|