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Erstklassige Siegerzeit und neuer Streckenrekord beim 8. Gmünder 12 Stunden-Lauf durch Sigurd Dutz / 3065 Kilometer für einen guten Zweck
Ein Bericht von Matthias Wenzel
14 Einzelläufer/innen und 12 Mannschaften traten am Samstag von 8 Uhr bis 20 Uhr beim 8. Gmünder 12 Stunden-Lauf der DJK Schwäbisch Gmünd an. Ziel war es, für einen guten Zweck möglichst viele Kilometer auf einem Rundkurs bei der Grabenallee zu laufen. In diesem Jahr war der gute Zweck die Ausstattung von Sportstätten für Menschen mit einer Behinderung bei der Stiftung Haus Lindenhof. Entsprechend der gelaufenen Kilometer spendeten Förderer oder die Läufer/innen selbst einen Euro pro gelaufenem Kilometer. Trotz brütender Hitze ließen sich die Läufer/innen nicht bremsen und legten insgesamt 3065 km zurück. Der Reinertrag von rund1 600 Euro kann sich sehen lassen.
Star des Tages war ohne Zweifel Sigurd Dutz vom Ultra- Sportclub Marburg, der amtierender deutscher Vizemeister im 24h- Lauf ist. Er lief in 12 Stunden 136,099 Kilometer und pulverisierte damit nicht nur den 6 Jahre alten Streckenrekord von Franz Maier (127,6 km) sondern stellte wahrscheinlich sogar eine deutsche Jahresbestleistung auf. Auch der Zweitplazierte, Rüdiger Dittmann (TV Jahn Kempten/ 127,495km) stellte eine persönliche Bestmarke auf und schrammte nur haarscharf am alten Streckenrekord vorbei. Er dürfte ebenso wie der Drittplazierte, Johann Delp (OMS Bad Windsheim) am Jahresende unter den Top Ten der deutschen Rangliste zu finden sein !
Platz 4 belegte der mehrfache Sieger der Vorjahre, Rainer Fritsch (TSV Markt Erlbach/116,678km). Hauke Dutschak vom VFL Winterbach (114,164 km), Sieger des Welzheim- Marathons 2004 war in seinem ersten 12- Stundenlauf recht schnell angegangen und lag nach 4 bis 5 Stunden sogar in Führung, bevor sein Tempo nachließ. Auch der in den ersten 3 Stunden führende Adrian Godja (europa 21) mußte sein gewollt schnelles Anfangstempo etwas büßen und beendete seinen ersten 12- Stundenlauf auf Platz 7 mit 96,811km.
Zusammen mit Tom Roessler- Wolter (Platz 6/105,9km) überschritten ingesamt 6 Athleten die 100km- Marke, was einmal mehr das hohe Niveau des Laufs zeigt. Lokalmatador Thomas Heinle von der DJK Gmünd (Platz 8/ 96,4 km) erwischte leider kurz vor Schluß eine Schwächephase, die ihn daran hinderte, die 100 km- Marke zu ebenfalls zu knacken.
Bei den Damen siegte Ute Pfaff vom MT Bonlanden in 92,964 km – ein Ergebnis, das 2003 für Platz 4 in der deutschen Bestenliste gereicht hätte. Der Wettbewerb war nach wenigen Ultra- Erfahrungen beim Rennsteiglauf ihr erster Zwölf- Stundenlauf, für das sie mit einem eigenen (norddeutschen!) Support- Team angereist war. Platz 2 belegte Gabi Leidner aus Frankfurt mit 75,419 km, die sich nach den 100km von Biel und dem Rennsteiglauf ebenfalls zum ersten Mal an einem 12- Stunden- Lauf versuchte.
Neben Einzelläufern traten Mannschaften in zwei unterschiedlichen Kategorien an. Diese Mannschaften und ihre Schlachtenbummler sorgten für eine einmalige Atmosphäre in der Grabenallee.
Bei den Mannschaften mit beliebigem Wechsel gelang dem TGV Horn Orientierungslauf, der wieder mit vielen Jugendlichen antrat eine deutliche Revanche für die knappe Vorjahresniederlage. Mit 174,439 km verbesserte sich das Team um ca. 10 km. Zweiter wurde diesmal das Team Umicore Galvanotechnik mit 165,293 km..
Bei den Mannschaften mit Wechsel zur vollen oder halben Stunde sorgte ein DJK- interner Zweikampf für Spannung. Am Ende siegte die DJK / Sport Schoell- Mannschaft mit 168,195 km vor den lange deutlich führenden DJK- Himmelreichsstürmern/ KSK Bargau (162,169 km).
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