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Unsere Fördergruppenmitglieder beim TE-FR: Halbzeit Drucken E-Mail
Geschrieben von: FrauWerwolf   
Dienstag, den 19. Mai 2009 um 17:06 Uhr
Morgen haben die Transeuropaläufer 32 Tage geschafft - es folgen weitere 32, ab Freitag wird Skandinavien zu Fuß erobert. Wie geht's unseren Fördergruppenmitgliedern unterwegs?

Morgen haben die Transeuropaläufer 32 Tage geschafft - es folgen weitere 32, ab Freitag wird Skandinavien zu Fuß erobert. Wie geht's unseren Fördergruppenmitgliedern unterwegs?

Rainer Koch ist nicht zu bremsen. Von 31 Etappen gewann er 25. In der Regel läuft er leicht schneller als 5er Schnitt, also mehr als 12 km/h. Und das nun schon seit 2.131 km, für die er in Summe 177:02:13 h brauchte. Er läuft leicht und locker, erweckt keinen Eindruck von Müdigkeit. Blessuren? Fehlanzeige. Damit ist er einer der Wenigen im Troß, die bisher von Verletzungen oder anderen "Unannehmlichkeiten" verschont blieben. Rainer nimmt sich sogar unterwegs auch schon mal Zeit, zu fotografieren. Die meisten Fotos macht er zwar im Laufschritt. Als die Strecke in Bremke die des TE-FR 2003 kreuzte, blieb er aber doch stehen, um Joachim Barthelmanns Straßenzeichnung zu knipsen. Der Vorsitzende des Sportvereins am Etappenziel in Ebergötzen wollte das gar nicht glauben, Rainer mußte extra seinen Foto als Beweis aus der Halle holen. Rainer hat keinen persönlichen Betreuer dabei. Bisher kamen nur hin und wieder seine Eltern an die Strecke. Wobei Mutter Brigitte dann immer einen Back-Ultramarathon absolvierte. Als der TE-FR Rainers Heimatort Dettelbach passierte, hatte sie nicht weniger als 14 Kuchen gebacken.

Auf Platz 2 in der Gesamtwertung findet man René Strosny. Mit 184:46:54 h liegt er zwar auf den ersten Blick lange 7 Stunden hinter Rainer. Allerdings kann auf den nächsten 2.400 km noch viel passieren, komfortabel ist Rainers Vorsprung sicher nicht. René wird von seiner Lebensgefährtin Angela Ngamkam betreut, die mit dem VW-Bus mitreist. Dadurch müssen die beiden nicht in den manchmal doch etwas engen Hallen schlafen. René hat sich klamottentechnisch gut auf das Laufleben auf der Straße eingestellt, er trägt jeden Tag ein signalfarbenes Shirt. Anfangs lief er auch immer "um einen 5er Schnitt rum". In den letzten Tagen hat er ein bißchen Gas rausgenommen, er hat leichte Probleme an einem Bein. Mit einem langsameren Schritt wird er diese aber sicher gut überstehen. Er war auch zwischenzeitlich mal erkältungsgeplagt, aber auch die hatte er nach wenigen Tagen wieder rausgelaufen. Sein Vorsprung auf den Japaner Takasumi Senoo beträgt aber nur noch 22 Minuten.

Christian Fatton nimmt leider fast alles mit, was der Körper so an Üblem zu bieten hat: Shin Splints, Muskelfaserriß, div. Muskelentzündungen und zu allem Überfluß auch noch Magen-Darm-Probleme. Aber Chris ist ein Kämpfer, er beißt sich durch. Lag er in den ersten 8 Tagen noch auf Platz 4, war er zwischenzeitlich mal bis auf Platz 23 abgerutscht. Seit zwei Tagen geht es ihm wieder besser und er kann wieder 6:30er Schnitt laufen. Nach Etappe 31 liegt er wieder auf dem 18. Platz. Er hat unterwegs an den Tagen, an denen er nur marschieren konnte, ein eigenes kleines Lied komponiert, das er motivationsfördernd vor sich hinsingt. "je veux y arriver" heißt die Schlußzeile und meint, daß er am Nordkap ankommen will. Er wird betreut von seiner Lebensgefährtin Julia Alter, die allerdings ohne Auto mitreist, die beiden schlafen also ebenfalls in den Hallen. Sie hilft unterwegs an den Versorgungsposten und läuft die eine oder andere Etappe mit. Meistens mit Chris. Notfalls marschiert sie auch mit ihm und dann haben die beiden Chris' Komposition auch schon mal in alle möglichen Singweisen "übersetzt", bis hin zur heavy-metal-Version.

Elke Streicher macht ihr Ding. Überwiegend zusammen mit ihren Freund Marcel Heinig spult sie ihre Kilometer ab und füttert fast jeden Abend nicht nur sich mit Süßigkeiten sondern auch ihren Blog. Elke und Marcel haben ein Wohnmobil, das von Helfer Dietrich Schiemann ans Nordkap gefahren wird. Tagsüber ist er mit dem WoMo unterwegs, um eine Versorgungsstelle zu bewirtschaften (oft gemeinsam mit Julia Alter), nachts gehört das WoMo Elke und Marcel. Elke liegt auf Rang 3 der Frauenwertung, in der zur Zeit noch neun Frauen mitmischen. Hiroko Okiyama liegt fast 35 Stunden vor Elke, Furuyama Takako 10 Stunden. Ihr Vorsprung auf Jenni de Groot beträgt 13 Stunden. Elke hat sich akribisch auf den TE-FR vorbereitet und vermeidet alle Fehler, die sie bei ihrem ersten Etappenlauf, dem DL 2006, gemacht hat. Körperlich geht's ihr gut, hin und wieder hat sie mal ein mentales Tief. Wie fast alle anderen auch. Aber aus dem helfen sich die Läufer auch immer gegenseitig wieder raus.

Gabi Gründling 05/2009

 
 
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