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Helferläufer gesucht! - "Die 42 Kilometer von Köln." |
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Geschrieben von: top-physio
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Freitag, den 10. Juli 2009 um 17:36 Uhr |
Magdeburg, 10. 07. 2009
(cab) Seit 2001 kämpft der engagierte DUV-Sportler Joachim Franz mit seinem Team und prominenter Unterstützung für mehr Aufmerksamkeit zum Thema HIV und AIDS. Plant Expeditionen, besteigt Berge und läuft – immer mit dem Ziel: Die Menschen für das Thema HIV zu interessieren und zu sensibilisieren. Denn das ist auch dringend notwendig. In einigen Teilen der Bevölkerung ist das vielschichtige Thema noch immer ein angstbesetztes Tabu. Und weil nicht darüber gesprochen wird, halten sich Vorurteile hartnäckig. Darf ich einer HIV-positiven Frau die Hand geben? Ist Schweiß ansteckend und kann ich mit einem positiven Partner Sport treiben? Selbst Schuld, Gottes Strafe und Krankheit der Schwulen – das hören positive Frauen und Männer zu oft.
Aber auch die Einstellung anderer, vorwiegend jugendlicher Mitmenschen ist besorgniserregend. Durch zahlreiche Meldungen zu den Fortschritten in der Behandlung der HIV-Infektion werden einige Menschen unvorsichtig. Die bestehende Gefahr einer Infektion wird oft ausgeblendet. Dabei ist eine Heilung nicht möglich – einmal infiziert, immer infiziert. Große Teile der heranwachsenden Generation wissen nichts über die Infektion, die Ansteckungswege und die Gefahren. Die erschreckende, weil ansteigende Tendenz der Neuinfektionen bildet diese Sorglosigkeit ab. Und schon längst ist die HIV-Infektion keine Infektion, die nur die „Schwule Randgruppe“ betrifft. Auch heterosexuelle Menschen stecken sich an.
In einem aktuellen Projekt geht es Joachim Franz darum, diesen Vorurteilen zu begegnen. Und es geht ihm darum, denen, die positiv sind, zu zeigen, dass sie trotz Infektion an ihren Träumen und Zielen festhalten sollten. Und für dieses Projekt sucht er noch Helfer. Läufer, die sich nicht scheuen, mit positiven Sportlern zu laufen. Einen Marathon zu laufen.
 Das Projekt mit dem Namen „Die 42 Kilometer von Köln“ soll 20 HIV-positive Menschen innerhalb eines Jahres auf den Marathon in Köln, der am 07. August 2010 im Rahmen der Gay Games stattfindet, vorbereiten. Dass das möglich ist, wurde bereits 2008 gezeigt. Im letzten Jahr hatten sich Läuferinnen und Läufer auf den Berlin-Marathon vorbereitet. Und trotz medizinischer Bedenken liefen alle gesund ins Ziel ein. Und bleiben auch gesund. Mit Unterstützung des Pharmakonzerns Abbott sollen Helferläufer und ihre Schützlinge auch ab August 2009 ein Jahr lang gemeinsam trainieren. Aber wie?
Jeder erfahrene Läufer, der es schafft, nicht sich selbst, sondern jemanden anderes in den Mittelpunkt zu stellen, sollte sich angesprochen fühlen. Jedem HIV-Positiven Läufer wird ein persönlichen „Helferläufer“ zu Seite gestellt. Und der sollte aus der selben Stadt oder aus der Region kommen. Die Betreuung besteht darin, dass Teile des Trainings gemeinsam absolviert werden. Aber viel wichtiger ist: Der Helferläufer soll mit seiner Lauferfahrung für einen guten Start und die notwendige Motivation sorgen. Soll Hilfestellungen geben. Soll Lauffreund werden. Vertrauensperson und Stütze sein.
Aktuell werden für folgende Städte Helferläufer gesucht: Swisstal-Odendorf, Karlsruhe, Essen, Simmerath, Halsterbeck, Hermer, Langenfeld, Nürnberg, Hamburg und Köln.
Als Helferläufer sollten einige Minimalvoraussetzungen erfüllt werden, um die positiven Läufer unterstützen zu können. Das Thema HIV und AIDS sollte kein Tabuthema sein. Keiner der Teilnehmer wird in der Öffentlichkeit darüber sprechen ob er HIV-positiv ist oder nicht.
An 4 bereits festgelegten Vorbereitungswochenenden müssen auch die Helfer aktiv teilnehmen. Die Treffen finden im Raum Köln statt. Das erste Treffen ist bereits am 28. bis 30. August 2009. Durch die Unterstützung von Abbott entstehen dem Helferläufer keine Kosten. Bei diesem Treffen werden dann auch Läufer und Helfer mit den notwendigen Laufutensilien ausgestattet. Der Helferläufer sollte regelmäßig mit seinem Laufpartner trainieren und ihm über den gesamten Zeitraum mit Rat und Tat zur Seite stehen. Besonders dann, wenn es heißt: Marathon in Köln. Den Marathon sollte der Helfer ohne Probleme laufen können und dabei seinem Läufer die gesamte Aufmerksamkeit schenken. Damit dieser sich nicht übernimmt oder durch Anfängerfehler auf der Strecke bleibt. Zielzeiten von 4 bis 5 Stunden sind anvisiert.
Interessierte Läufer sollten sich schnell per E-Mail melden. Über die Adresse
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können auch alle weiterführenden Fragen gestellt werden. Das Team um Joachim Franz beantwortet alle weiteren Fragen.
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