DUV - Deutsche Ultramarathon Vereinigung e.V.
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Die 75 km von Celje nach Logarska dolina, 4.9.2004 Print E-mail
Written by Brigitte Rodenbeck und Dr. Ernst Riemann   
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Nach der etwas langen Anreise nach Slowenien fanden wir in der schmucken Altstadt von Celje ein kompetentes Organisationsbüro, wo man uns glücklicherweise auch alles Wichtige in deutscher Sprache erklären konnte. Direkt gegenüber der Anmeldung liegt das Hotel Turska Macka, in dem wir uns mit vielen anderen Läufern aus Deutschland für zwei Nächte einquartierten. Das Hotel ist etwas renovierungsbedürftig, jedoch war es kein Problem, um 4.00 Uhr früh ein Frühstück zu bekommen.

Um 6.00 Uhr begeben sich 155 Laufende (darunter 23 Frauen)  bei Dunkelheit vor dem weniger als 100m von der Anmeldung entfernt liegenden  „Narodni Dom“ auf den langen Weg in die Berge nach Logarska dolina mit einer reinen geographischen Höhendifferenz von ca. 450 Höhenmetern. Unsere Erwartungen, dass es sich hier primär um einen Straßenlauf handele, wurden zunächst enttäuscht. Der Weg führte entlang der Savinja durch Wiesen, entlang an Hopfen- und Maisfeldern und nahm stellenweise durchaus Crossqualität an. Dazu lagen in den frühen Morgenstunden noch teilweise dichte Nebelschwaden über der Strecke, die sich aber bald auflösten. Was sich nicht auflöste bis Kilometer 60 war die Spannung, auf welchem Teil der Strecke wir uns gerade befanden, da die Tafeln mit den Kilometerangaben an der Strecke offensichtlich vertauscht worden waren. So blieb uns zur Orientierung nur der Pulsmesser und bei Kilometer 60 die freudige Überraschung, nur noch 15km bis zum Ziel zu haben. Die Laufstrecke führte mal links und mal rechts entlang des rauschenden Flusses, so dass man sich nicht wirklich orientierungslos vorkommen musste, denn wenn der Fluss kleiner und kleiner wurde, wusste man, dass das Ziel näher kam. Die letzten 40 km hatten wir endlich unseren Straßenlauf. Ab hier trafen wir die Läufer und Läuferinnen, die über den 40 km-Lauf antraten. Bei Kilometer 60 konnte man mit Zeitnahme aussteigen oder sich den Wanderern anschließen, die von hier nach Logarska starteten. So war gewährleistet, dass man sich nie alleine und verlassen vorkommen musste. Die Versorgung an der Strecke war gut, somit musste man sich nicht der Gefahr aussetzen, von den angebotenen Getränken der allzu fröhlichen Wanderer Gebrauch zu machen. Die letzten Kilometer waren landschaftlich am reizvollsten. Auf der Teerstraße kann man dem Untergrund doch soweit vertrauen, dass man den Blick über die steilen Felswände schweifen lassen konnte. Als wir nach ca. 7 Stunden unser Ziel erreicht hatten, freuten wir uns auf die Dusche im Armeezelt und auf die wohlverdiente Stärkung mit Bier und Gulasch, was im Preis von 15 Euro inbegriffen war wie auch die Rückfahrt im Bus. Bei der Siegerehrung und den Ansagen über den Bustransfer stellte sich erstmalig ein Sprachproblem ein, da hier ausschließlich Slovenska gesprochen wurde. Glücklicherweise fand die Siegerehrung schon um 15.00 Uhr statt und nicht wie angekündigt um 18.00 Uhr nach dem Zielschluss. Dieser wurde von den Veranstaltern großzügig um knapp eine Stunde verlängert; so kamen auch die letzten in den Genuss einer gemessenen Laufzeit.

Aufs Ganze gesehen sicher eine sehr schöne Laufveranstaltung, sofern man die lange Anreise nicht scheut oder die Gelegenheit hat, noch ein paar Tage dranzuhängen, um die Karawanken  zu durchstreifen.

Anmerkungen: es gibt zu diesem Lauf eine in Teilen auch deutschsprachige Webseite, u. a. mit Fotos, derzeit aber noch auf dem Stand von 2004, der nächste Lauf soll am 3.9.2005 stattfinden.

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