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Neue Erkenntnisse zur Wirksamkeit von Echinacea-Präparate bei Erkältungskrankheiten.
In der renomierten Medizinzeitschrift „New England Journal of Medicine“ (NEJM 2005; 353:341-8) wurde kürzlich ein Artikel veröffentlicht, der sich mit der Wirksamkeit von Echinaceaextrakten bei Erkältungskrankheiten beschäftigt.
In dieser Studie wurden 437 Freiwillige untersucht. Diese erhielten entweder unterschiedliche alkoholische Extrakte aus Echinacea-angustifolia-Wurzeln sowohl prophylaktisch als auch zum Zeitpunkt einer Exposition mit Rhinoviren (typische Erreger für Schnupfen und Halssschmerzen) oder ein Placebopräparat.
Gemessen wurden:
- Infektionrate
- Schwere der Symptome
- Volumen der Nasensekretion
- Zahl der weißen Blutkörperchen
- Interleukin-8-Konzentration (Stoff, der die Aktivität einer Zellstimulation angibt) im Nasenspülwasser
- Virusmenge
Zwischen der Placebo- und der Echinaceagruppe konnten in allen Messwerten keinerlei Unterschiede festgestellt werden, so daß die Autoren zu dem Schluss kommen, dass Echniacea bei Erkältungskrankheiten weder prophylaktisch noch als Therapeutikum wirksam ist.
Die Studie führte zu einem Protest deutscher Wissenschaftler. Sie gaben zu bedenken, dass in Deutschland höheren Dosen eines anderen Extraktes (Echinacea pallida und purpura) therapiert wird. Somit könne die Studie eine Wirkungslosigkeit nicht beweisen.
Kommentar:
Sollen wir auf die Einnahme von Echinacea-Präparaten in der Behandlung und Prophylaxe von Erkältungskrankheiten verzichten? Bereits vor zwei Jahren erschien eine Untersuchung an Kindern zwischen 2 und 11 Jahren, die keine positiven Effekte verschiedener Echniaceaprodukte (u.a. auch E. purpura) nachweisen konnte (JAMA 2003; 290:2824-2830).
Nun die Erkenntnis:
Nicht besser als Placebo! Vielleicht müssen doch höhere Dosen eingenommen werden (3g E. angustifolia), um eine Wirkung entfalten zu können.
Bild: Kunstart.net/PIXELIO
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