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1977 im Februar bin ich als 2tes Kind im fränkischen Heroldsbach geboren.
Im Sommer 78 kam dann meine kleine Schwester und ich mußte meinen geliebten Kinderwagen verlassen und dann auf eigenen Beinen durchs Leben wandeln/laufen.
In der Kindheit hatte ich auch schon einen großen Bewegungsdrang und versuchte mich in verschiedenen Sportarten mit dem Schwerpunkt Fußball.
Mit 17 hörte ich auf mit dem Sport und ging dann anderen Aktivitäten nach, bei denen meist viel getrunken und geraucht wurde. Mit 20 wollte ich meinem ungesunden Lebenswandel entgegenwirken und lief damals nach einer kurzen Vorbereitung bei meinem ersten Waldlauf mit.
Der berühmte Laufvirus hat mich wohl in dieser Zeit infiziert und seitdem nicht wieder verlassen. So lief ich ab da regelmäßig und setzte mir neue Ziele wie 10km, Halbmarathon und Marathon (98/99). In dieserZeit begann ich auch mit dem Schwimmen und Radeln und startete dann auch über die Kurz-und Mitteldistanz mit meinem Höhepunkt 2000 meiner Teilnahme beim Ironman in Roth.
2001 entschloß ich mich dann nach meinem Zivildienst nochmals eine neue Ausbildung zum Physiotherpeuten zu beginnen. die kommenden Jahre nahm ich kaum an Wettkämpfen teil, bin aber regelmäßig in der Natur gelaufen, geradelt und geklettert.
2004 bin ich dann beruflich ins Allgäu umgezogen und habe hier die Berge für mich entdeckt. In diesem Jahr las ich dann von einem Lauf über Alpen und war sofort interssiert. Das Problem war nur dass es ein Teamlauf war.
Nachdem ich eine Partnerin für diesen gefunden habe stand diesem nichts mehr im Weg und ich hatte eine schöne Woche in einer tollen Landschaft mit vielen sympatischen Gleichgesinnten.
Dort knüpfte ich auch Kontakte zur Allgäuer Laufszene, in welcher sich auch Thomas Miksch befand. Durch diesen und einige andere inspiriert, versuchte ich mich in den nächsten Jahren auch auf längeren Strecken.
2009 began meine Saison anfangs recht gut mit Rodgau (2ter), 6stunden-Lauf in Nürnberg mit gut 83km, dann dem 100km Lauf in Galway mit der DUV in 7:16 h, der nicht nur ein schöner Lauf am Meer war, sondern mich auch mit einigen sehr lieben Menschen bekannt und vertrauter machte. Kurz darauf lief ich noch Marathonbestzeit mit 2:32 in Zürich.
Im Juli wurde mir dann die Ehre zuteil, für Deutschland beim Worldcup im Trairunning in Frankreich zu laufen, auf einem sehr anspruchsvollen Kurs im Hochgebirge, bei dem ich Dritter in der Nationenwertung wurde. Im Juli und August startete ich dann noch in Davos und Sonthofen und wollte dann meine Saison mit dem Transalpin und Spartathlon "krönen".
In den Alpen mußte ich am 3ten Tag mit einem Distorsionstrauma aufhören und flog dann nach Athen mit gemischten Gefühlen. Hier hörte ich dann ebensfalls nach ca 150 gelaufenen Kilometern mit offenen Oberschenkelinnenseiten auf ("Der Superwolf").
Nach meinen zwei ersten Ausstiegen in meiner Laufkarriere war mein Selbstwertgefühl schon etwas angekratzt, auch wenn das Laufen für mich nicht das allerwichtigste im Leben darstellt, so bereichtert es mich doch jedesmal aufs neue mich freier, lebendiger und glücklicher zu fühlen.
2010 hege ich nun die Hoffnung an alte Leistungen anknüpfen zu können, verletzungs und schmerzfrei zu bleiben und meine Grenzen weiter zuverschieben.
Matthias
PS: Ein großes dickes Dankeschön möchte ich an dieser Stelle auch all denen aussprechen, die sich so sehr für unseren Sport einsetzen und engagieren, denn ohne "die" könnten wir unseren Sport so nicht ausüben.
Matthias in unserer Statistikdatenbank
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