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Julia Fatton war zum ersten Mal beim UTMB - und hat gleich mal das erste Abbruchjahr erwischt:
Satz mit X, Chamonix
Bereits am Freitag Morgen erhielten wir eine sms vom Veranstalter, dass schlechtes Wetter gemeldet ist und wir uns kleidungstechnisch dementsprechend darauf einrichten sollen. Irgendwo hatte ich eine bessere Wettervorhersage gelesen und deshalb liess ich mich überhaupt nicht davon verrückt machen und blieb optimistisch.
Sehr bald nach dem Startschuss fing es an zu nieseln und dann auch relativ stark zu regnen, wobei es da noch sehr warm war.
Das erste Col war überwunden, die Verpflegungsstation bei km 21 St. Gervais mit vielen Zuschauern erreicht, ich machte mich sodann auf den Weg nach Les Contamines. Plötzlich laufe ich auf eine Gruppe Läufer zu, die sich mitten auf dem Weg beraten "....
das darf nicht wahr sein, dass man sich hier schon als Gruppe verläuft, ich krieg die Krise!!!" schiesst es mir durch den Kopf, aber nein, irgendwoher hatte jemand erfahren, dass das Rennen zu Ende ist - eine Läuferin rief noch bei der Rennleitung an, um das bestätigt zu bekommen und le voilà, das war's, AUS DIE MAUS: Erdrutsch, Sturzbäche, Nebel, Hagel, Wind.........zu gefährlich.
Wir mussten entweder zurück nach St. Gervais oder aber nach Les Contamines. Da mein Chris vor mir war lief ich nach Les Contamines. Ich hätte es mir ja denken können, er wollte noch ein bisschen laufen auf eigene Faust. Ich liess mich dazu breitschlagen und wir machten uns auf den Rückweg nach Chamonix - allerdings liefen wir dann auf der Strasse. Bei dieser Aktion wurden wir noch ganz ordentlich geduscht und kamen wie aus dem Wasser gezogen im El Dorado der Kletter u. Bergsteiger Chamonix an, irgendwann in den frühen Morgenstunden.
75 km mit 3.000 Hm hatten wir zurück gelegt - lächerlich im Vergleich zum UTMB, aber wir waren trotzdem ein bisschen kaputt und müde, duschten und hörten Gerüchte, dass am Morgen ein kürzerer Ersatzlauf stattfinden soll. Hätten wir das gleich in Les Contamines erfahren, wäre das noch einigermassen interessant gewesen, aber so gönnten wir uns lieber eine Mütze voll Schlaf.
Der Berg und das Wetter.....wer von uns Läufern kann schon die Gefahr beurteilen? Ich jedenfalls nicht, deshalb bleibt mir nichts anderes übrig als die Entscheidung zu akzeptieren.
Ein etwas verkorkstes Wochenende, aber was soll's, der Krieg war schlimmer....
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