DUV - Deutsche Ultramarathon Vereinigung e.V.
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Antje Krause Imprimir Correo electrónico
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Es sind inzwischen schon ein paar Jahre geworden, die ich in Marburg lebe. Das Studium hat mich an die Lahn verschlagen, wo ich dann auch „kleben“ geblieben bin. Meine eigentliche Heimat ist das Erzgebirge, dort bin ich aufgewachsen und dort lebt auch noch ein Großteil meiner Verwandtschaft.

Ich bin gelernte Historikerin, arbeite aber notgedrungen fachfremd wo es sich anbietet, beispielsweise als Journalistin, Stadtführerin oder auch in der Öffentlichkeitsarbeit. In meiner Freizeit spielt der Sport natürlich eine Rolle, aber nicht die größte. Musik, Kino, Bücher, das sind ein paar Dinge, die für mich besonders wichtig sind.

Meine sportliche Laufbahn ist noch relativ kurz. Ich bin auf dem Dorf groß geworden, dort spielte der Sport, ausgenommen natürlich Fußball, keine besonders große Rolle, schon gar nicht das Laufen. Die Wenigen, die das betrieben, taten es mehr oder weniger zur Belustigung des Dorfes. Drei Stunden Schulsport in der Woche, das war eigentlich alles. Dort wurde nur das Nötigste getan, zweimal im Jahr 2000 m, natürlich ohne irgendwelche Vorbereitung. Ich war dabei nicht schlecht, doch da keiner die Notwendigkeit sah, das in irgendeiner Form zu fördern, blieb es dabei. Trotzdem bin ich mir rückblickend sicher, dass die Grundlagen für meine heutigen Leistungen in meiner Kindheit gelegt wurden, wenn auch anders, als man sich das heute vorstellt.

Wir haben uns zwangsläufig sehr viel bewegt, denn ein Auto war ein Luxusgegenstand, den wir nicht hatten. Sehr vieles wurde zu Fuß, mit dem Rad oder auch dem Handwagen erledigt, Fußmärsche ins nächste oder übernächste Dorf waren für uns normal. Darüber hinaus sind meine Eltern im Urlaub mit uns sehr viel gewandert oder haben Radtouren unternommen. Nach der Schule folgten mehr oder weniger 10 sportfreie Jahre, erst mit Ende Zwanzig wurde ich mir der Notwendigkeit bewusst, etwas zu tun. ich begann wieder mit dem Radfahren und kam irgendwann auf die Idee, zu laufen. Natürlich völlig planlos, doch der erste Volkslauf kam und es wurden mehr. Ich sah, dass ich mit verhältnismäßig wenig Aufwand recht gute Ergebnisse erzielte, der Ehrgeiz wurde geweckt und so kam eins zum andern. Eines war allerdings schon immer so: ich habe mich noch nie von Plänen oder „Laufkonventionen“ leiten lassen, sondern vom Gefühl. Ich zeigte stattdessen eine in Volksläuferkreisen unübliche Risikobereitschaft bzw. „Das mach ich einfach und es wird schon gut gehen“ Mentalität, woran sich bis heute nicht viel geändert hat. So entschloß ich mich zum ersten Halbmarathon ziemlich spontan und auch mein erster Marathon, der Marburger Nachtmarathon, war eigentlich das Ergebnis einer fixen Idee.

Zum ersten Ultra allerdings musste man mich schon überreden, es war der 50 Kilometerlauf in Marburg im Frühjahr. Doch spätestens da war klar, dass ich doch etwas Talent im Ausdauerbereich habe. Ich versuchte etwas gezielter zu trainieren, die Marathons häuften sich, die Ultraläufe auch. Was mir von einem Marburger Leichtathletiktrainer die abfällige Bemerkung einbrachte: „Wer langsam läuft, läuft Ultra.“ Nun, Ultraläufe habe ich ein paar mehr gemacht seitdem, doch langsamer bin ich dadurch nicht geworden, im Gegenteil.
Mein bislang erfolgreichstes Jahr war 2009. In diesem Jahr ist es mir gelungen, meine Bestzeiten auf jeder Distanz zu verbessern. Das würde ich natürlich am liebsten wiederholen, doch das wird ohne Frage schwieriger.

Meine Leistungen im Ultrabereich sind sicher noch etwas ausbaufähig, allerdings möchte ich dafür die kürzeren Strecken nicht vernachlässigen. Dafür macht es mir viel zu viel Spaß, außerdem bin ich der Überzeugung, dass eine gute Grundschnelligkeit sowie Koordinations- und Techniktraining auch für den Ultralauf von Vorteil sind.

Das Wichtigste im Sport ist für mich allerdings eindeutig: Auf den Körper hören, den Spaß nicht verlieren und gesund bleiben.

Bestleistungen (vermessene Strecken):

5 Km: 19:50 (Breidenbach 2009)
10 Km: 40:54 (Gießen 2009)
10000 m: 41:48,0 (Wetter 2009)
Halbmarathon: 1:29:10 (Frankfurt 2009)
Marathon: 3:07:44 (Frankfurt 2009)
50 Km: 3:57:15(Troisdorf 2009)
100 Km: 8:51:44 (Bornholm 2009)
6-Stunden: 74,390 Km (Troisdorf 2009)
24-Stunden: 208,6676 Km (Stadtoldendorf 2009)

Natürlich hat auch Antje ihren Eintrag in unserer Statistikdatenbank
 

 
 
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