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Zum 9. Mal fand in Waldhessen am östlichen Rand Hessens unter der Regie von Harald Heyde und seinem "Marathonteam Waldhessen" ein 6 h-Lauf statt. Es war der 7. Lauf, der im Schloßpark von Rotenburg/Fulda ausgetragen wurde - die beiden ersten Versuche waren in Bad Hersfeld beheimatet.
Nach seinem angestammten Märztermin rief Harald Heyde die LäuferInnen dieses Jahr sogar zu einem zweiten 6er auf. Eigentlich war der mal als interner Lauf aller HelferInnen an den verschiedenen Läufen des Marathonteams Waldhessen gedacht, lwurde etzten Endes aber über die Homepage und eMail doch offen ausgeschrieben.
Die 1.145 m lange Runde ist sehr kurzweilig und abwechslungsreich. Sie führt in Kurven durch den Schloßpark und entlang der Fulda, die Laufgesellschaft passiert auch den äußersten Rand des Schloßhofs. Der Lauf hat sowohl im Frühjahr wie auch im Herbst seine Reize. Bei schönstem Laufwetter (morgens noch recht frisch, ab Halbzeit durch die Sonne ordentlich durchgewärmt) lief man an diesem Herbstsamstag schon unter und auf buntem Herbstlaub und unter fallenden Kastanien hindurch.
Diesmal waren nur 31 LäuferInnen am Start, was Haralds eh schon immer sehr familiären Veranstaltungen eine zusätzliche gemütliche Note gab. So kam er auch, inklusive seiner Person, mit ganzen 3 Helfern aus.
Das Schöne an so Stundenläufen ist, daß Langsame und Schnelle immer die ganze Zeit zusammen auf der Strecke sind. Überrunden und überrundet werden - und dabei immer mal ein nettes und oder/witziges Wort wechseln.
Der schnellste und ausdauerndste Überrunder war an diesem Tag Christian Fatton. Der Schweizer aus dem frz. Teil unseres Nachbarlandes war übers Wochenende bei seiner Freundin Julia Alter in Mannheim und die beiden entschlossen sich recht kurzfristig, in Rotenburg zu starten. Was sich für sie absolut gelohnt hat. Christian, gemeldet für die 24 h-WM in Seoul am 18. Oktober und seit Anfang September neuer Schweizer Rekordhalter im 48 h-Lauf, drehte von Anfang an auf und beendete das Rennen mit 76,984 km. Auch wenn man's kaum glauben kann, das war sein erster 6 h-Lauf.
Bodo Krag, Triathlet von Triflow Bad Endbach, schaffte es, einen 5er Schnitt über die Zeit zu retten und mit 72,218 km auf Platz 2 zu landen. Auch er war 6 h-Debutant, war allerdings als Langdistanztriathlet auch schon länger als 6 h am Stück sportlich tätig.
Dritter im Treppchenbund war Peter Gründling vom LT Weisenheim am Berg. Er verfehlte sein Ziel, endlich mal mehr als 70 km zu laufen, denkbar knapp. Mit neuer persönlicher Bestleistung von 69,221 km beendete er das Rennen auf Platz 3.
Julia Alter war in jungen Jahren eine gute 24 h-Läuferin. Mit 29 Jahren lief sie im Jahr 2001 208,177 km - und schwor dann den Rundenläufen ab, um sich auf Landschafts- und vor allem Bergläufe zu konzentrieren. Durch Christian kam sie in den letzten zwei Jahren wieder an die Strecken der Stundenläufe - als Betreuerin. Ihm zuliebe meldete sie sich in Rotenburg zu ihrem ersten 6 h-Lauf an - und gewann ihn mit 68,708 km auf Gesamtplatz 4.
Auch die "Mädels" auf Platz 2 und 3 waren Debutantinnen auf der 6 h-Piste. Bärbel Fischer vom RLT Rodgau lief 62,975 km, ihre Namensvetterin Monika Fischer vom TSV Ober-Erlenbach, einem Stadtteil von Bad Homburg, landete mit 61,830 km direkt hinter Bärbel in der Ergebnisliste auf Platz 9.
Die Siegerehrung fand nach einem warmen Abendessen, das im Startgeld von günstigen 20 € inbegriffen ist, in der direkt am Schloßpark gelegenen Jugendherberge statt, was immer wieder einen schönen Ausklang für eine ebenso schöne Veranstaltung darstellt.
Für das Jahr 2009 hat Harald Heyde große Pläne, die er schon vorstellte: an einem einzigen Wochenende ENde März/Anfang April soll auf der Strecke durch den Schloßpark zeitversetzt ein 12 h-Lauf, ein 6 h-Lauf und ein 100 km-Lauf, für den man maximal 18 h Zeit haben wird, statt.
Christian Fatton und Julia Alter im Schloßpark von Rotenburg
(Gabi Gründling 09/2008)
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