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Ein Quartett bei der 50 km-WM

Wenn am kommenden Sonntag, 5.11., um 7 Uhr Ortszeit im indischen Hyderabad der Startschuss zu den IAU-Weltmeisterschaften im 50 km Ultramarathon fällt, dann ist dies nach 2016 in Doha und 2019 in Brasov die dritte WM in dieser jenseits des Marathon stattfindenden Disziplin. Mit dabei ist auch Deutschland, ein Männer-Quartett geht an den Start. 

Katharina Hartmuth wird Zweite bei der WM in Innsbruck

Bericht und Bilder von Michael Sommer

Am dritten Tag der World Mountain Trailrunning Championships (WMTRC 2023) gab es gleich zwei Medaillen für Deutschland zu bejubeln. Im Long Trail (86 km / 6.500Hm) gewann Katharina Hartmuth hinter der Französin Marion Delespierre die Silbermedaille für Deutschland. Das zweite Silber errang das deutsche Frauenteam.

Beim Long Trail waren “Steherqualitäten” verlangt. Der Weg führte sie von Neustift im Stubaital ins Zentrum von Innsbruck (Österreich). Neben der Streckenlänge und den Höhenmetern, war es vor allem die Hitze. Als die Läuferschar nach einer Eingangsschleife und den ersten 1.100 Höhenmetern in Neustift bei km 17,5 um 8:30 Uhr durchlief, waren die ersten Gesichter schon von der Hitze gezeichnet. Das Tempo war für die später erwarteten noch heißeren Temperaturen im Bereich des Inntals für sie deutlich zu hoch. Die nächste Herausforderung folgte gleich mit einem 1.200 Hm-Anstieg zur Starkenburger Hütte. 

Bei Halbzeit geht Katharina Hartmuth nach vorne

Schon zu Beginn verblüffte Katharina uns, als sie vor allen anderen deutschen Frauen auf Platz 4 liegend, mit einem Lachen in diesen zweiten Anstieg ging. Vor neun Jahren, als sie mit dem Studium in Atmosphären und Klimawissenschaften an der ETH Zürich begonnen hat, hat sie ihre Leidenschaft fürs Trailrunning entdeckt. Die 27-Jährige hatte sichtlich Spaß beim Laufen. Nach dem Rennen gestand sie, dass sie auch in den Momenten des Leidens versucht zu Lächeln, um so die Herausforderungen zu bewältigen. Später, auf ungefähr der Hälfte der Strecke und dem vierten Anstieg zum Aussichtsrestaurant Hoadl im Axamer Lizum, hatte sie die Tschechin Marcela Vasinova eingeholt, die lange an der Spitze gelaufen war. 

trail wm thailand introRosanna Buchauer und Benedikt Hoffmann erreichen Top Platzierungen bei der Trail WM

Am vergangenen Wochenende fand in Chiang Mai (Thailand) die erste WM im Berg und Traillauf statt, in dessen Rahmen sowohl eine kürzere Uphill and eine Up/Downhill-Distanz als auch ein Shorttrail über 40km der Longtrail über 78km und etwa 4800 Höhenmeter ausgetragen wurden. Auf der Ultradistanz zeigten Rosanna Buchauer (TSV Ruhpolding) und Benedikt Hoffmann (TSG 1845 Heilbronn) starke Leistungen.Mit perfekter Renneinteilung arbeitete sich Rosanna auf Platz 5 vor und finishte nach 8:50:45 Stunden, mit lediglich 40 Sekunden Rückstand auf Platz vier. Die Französin Blandine Lhirondel (8:22:14 h) und die Schwedin Ida Nilsson (8:34:59 h) liegen souverän auf Platz 1 und 2.
Benedikt Hoffmann erreichte nach 8:07:16 Stunden Platz 18 der Männer. Er kam in einem sehr starken Teilnehmerfeld damit in die bemerkenswerten Top 20 der Weltspitze. Es siegte Adam Peterman aus den USA in 7:15:53h.

Bereits in den Tagen zuvor hatte die Deutsche Hannah Gröber Platz 10 über 8,5 km Uphill-Strecke und am letzten Tag einen bemerkenswerten 7ten Platz auf der 11km (475hm) Up/Downhill Distanz.

Trail-WM Chiang Mai (Thailand)  -  Flaggenparade  Trail-WM Chiang Mai (Thailand)  -  Hannah Gröber  Trail-WM Chiang Mai (Thailand)  - Benedikt Hoffmann

2022 3m 50km mMännerteam holt Bronze bei 50 km EM in Spanien

Die Europameisterschaften im 50 km Lauf wurden am Samstag 8.10.2022 im spanischen Sotillo de la  Adrada, 90 km westlich von Madrid, ausgetragen. Die Strecke verlief auf einem anspruchsvollen 5 km Rundkurs mit insgesamt 600 Höhenmetern und 2 Wendepunkten je Runde.
Für Deutschland startete ein starkes Männerteam in der Besetzung Niels Michalk, Benedikt Hoffmann, Raoul Jankowski und René Menzel. Es waren keine deutschen Frauen gemeldet.
Das Männerfeld lief in einem großen Feld los, bei Kilometer 7,5 trennten den ersten und den achten Mann nur 2 Sekunden, darunter auch der Deutsche Raoul Jankowski. Bei gleicher Kilometermarke führte bei den Damen die Rumänin Liliana Maria Dragomir vor der Britin Rebecca Bunting und Petra Pastorova aus Tschechien mit einem Abstand von wenigen Sekunden. Auch bei der Hälfte des Rennens führte Daniel Nash (GBR) das Feld an, allerdings nur drei Sekunden vor dem sechstplatzierte Teamkameraden Nigel Martin. Die Plätze 1-8 belegten die beiden Nationen Grossbritannien und Spanien, Raoul inzwischen auf Platz 13, ca. 90 Sekunden hinter Platz 1. Niels Michalk, Benedikt Hoffmann und Rene Menzel auf den Plätzen 19,20 und 23. Bei den Damen setzte sich inzwischen Rebecca Bunting an die Spitze, dicht gefolgt von Caitriona Jennings (IRL) und auf Platz drei weiterhin Petra Pastorova. Die Männerteams Spanien und Großbritannien kämpften um die ersten beiden Podestplätze, Die Teams aus Deutschland und Polen kämpften um die Bronzemedaillie.

Weltrekord- und Medaillenjagd bei der 24 h EM in Verona

Die Deutschen Frauen holen Bronze im Team, Anne Stephan (4.) und Julia Jezek (10.) in den Top Ten, Michael Ohler Platz 6 und Altersklassenweltrekord.

Von DUV Pressewartin Annette Rudolph

Am Samstag/Sonntag fanden die Europameisterschaften im 24h Lauf in Verona statt. Während der Favorit Alexandr Sorokin aus Litauen von Anfang an ein sagenhaftes Tempo teilweise unter 4 min/km vorlegte und unangefochten auf Weiten weit jenseits des bis dahin bestehenden Weltrekord von 309,399 km zusteuerte, liefen die Deutschen Starter zwar zügig aber mit Platzierungen jenseits der Top 10 los.

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