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itc-2014-kleinMichael Irrgang, 3.5.2014

Am nächsten Samstag findet im Rahmen des Hollenlaufes in Bödefeld die zweite Austragung des von der DUV initiierten Wettbewerbes statt, an dem über 20 sehr gute Ultralauftalente aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland teilnehmen. Sie werden auf der 67km langen und profilierten Strecke über den Rothaarsteig, welche bereits 2012 Austragungsort der DUV-Ultratrail-Meisterschaft war, um Platzierungen kämpfen.
Die International Talent Challenge (ITC) ist eine Maßnahme zur Förderung des Spitzensportes. Junge Talente, die das Potential haben, innerhalb der nächsten drei Jahre die Nationalmannschaftsnorm zu erzielen, erhalten die Chance, erste internationale Erfahrungen zu sammeln sowie sich untereinander und mit der DUV zu vernetzen. So wurden im Vorfeld der Veranstaltung bereits viele Kontakte erstellt und vertieft.

Obwohl es für alle Läufer eine große Ehre war, überhaupt angesprochen zu werden, war es gar nicht so einfach, ein Team zu nominieren. Letztendlich haben aus Deutschland 4 Männer und 4 Frauen ihre Startzusage gegeben:
Astrid Staubach, die dieses Jahr Rodgau in 3:41:57 gewonnen hat; die 27jährige Kim-Dania Schierhorn, die im letzten Jahr beim 100km-Ultratrail um die Zugspitze eine TOP-Platzierung erreichte; die erfahrene und seit Jahren erfolgreiche Trail-Spezialistin Simone Philipp aus Kempten und die junge Carina Schipp aus Leipzig, die bei den letzten beiden 50km-Meisterschaften jeweils einen Podestplatz erreichen konnte, bilden das Frauenteam.
Bei den Männern haben folgende Talente ihre Startzusage gegeben: Der Freiburger Thomas Klingenberger, der mit einer Marathonbestzeit von 2:31h in Rodgau in diesem Jahr bei seinem ersten Ultra auf sich aufmerksam machte und demnächst die 100km-Norm anstrebt. Lars Donath gehört zu den erfahrenen Läufern, der seine größten Erfolge auf deutlich längeren Strecken, z.B. auf 100 Meilentrails erzielte. Ebenfalls aus Kempten kommen Anton Philipp und Mirco Berner, die sich beide im alpinen Gelände zu Hause fühlen. Während Anton bereits eine lange Liste von Erfolgen in seiner Vita stehen hat, gilt Mirco als 19jähriger Abiturient als eine der größten, deutschen Laufhoffnungen. In seinem ersten Ultralauf belegte er bei der 50km-DM in Bottrop letztes Jahr Platz 2.

Die Belgier haben mit Michael Andries, Patrick Vandebeek und Wim Driesen eine sehr kompakte Mannschaft gemeldet, wobei von den Vorleistungen Michael am stärksten einzuschätzen ist. Alle sind sehr gute Läufer mit einer Marathonzeit zwischen 2:45 und 2:50 und mit Ultratrail-Erfahrung.
Die größte Mannschaft haben die Niederländer gemeldet. Wie bei der deutschen Mannschaft besteht sie aus einer interessanten Mischung aus erfahrenen und jungen Läufern. Bei den Männern starten Jan Muller, Jeroen Machielsen, Pascal van Norden, Raymon van den Berg, Ronnie Duinkerken und Vincent Langendam, wobei insbesondere Pascal, der an der letzten Ultratrail-WM erfolgreich teilnahm und Raymon wohl um den Gesamtsieg mitlaufen werden. Bei den Frauen starten Janna Brand und Susan van Duijl für das niederländische Team.
Möglicherweise werden die Mannschaften noch Starter nachmelden, da einige Entscheidungen noch offen sind.
Wer sind nun die Favoriten? Das ist schwer zu sagen. Bei den erfahrenen kann man sich sicher sein, dass sie ihre Leistungen abrufen werden, aber bei den jüngeren, von denen noch Leistungssprünge zu erwarten sind, lässt sich kaum eine Prognose erstellen, zumal es für einige der erste Lauf länger als 50km und im profilierten Gelände ist. Vieles wird auch davon abhängen, wie klug sich die Läufer ihr Rennen einteilen, denn auch wenn der Kurs technisch nicht allzu anspruchsvoll ist, erfordern die 67 km mit über 1.500 Höhenmetern eine gute Renneinteilung, ein sehr gutes Gefühl der Belastung und der verfügbaren Kraft sowie höchste Konzentration. Vermutlich wird es bei den Männern ein sehr enges Rennen geben mit der großen Gefahr eines zu hohen Anfangstempos. Bei den Frauen wird sicherlich die Trailspezialistin Simone Durry, die ebenfalls auf der 67km-Strecke gemeldet ist, um den Gesamtsieg ein Wörtchen mitreden wollen.
Alles spricht dafür, dass es spannende, enge Wettkämpfe um die Plätze in der Einzel- und Mannschaftswertung geben wird. Die deutschen Betreuer, der DLV-Teamchef für Ultratrail Jens Lukas und DUV-Sportwart Michael Irrgang, werden versuchen, die Läufer im Vorfeld bestmöglich vorzubereiten und während des Wettkampfes zu unterstützen.
Wer bei diesem besonderen Hollenlauf mit seinen Ultrastrecken über 67 km oder 101 km noch starten will, kann am Veranstaltungstag noch nachmelden.
Das Streckenprofil der ITC-Strecke.

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