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ws-kAlles Gute, Werner!

In diesem Jahr fällt Werners Geburtstag auf seinen „Namenstag“, einen Sonntag. Auch wenn dies kein rundes Jubiläum ist, möchten wir ihm zu seinem 88. Geburtstag am 22. Juni herzlich gratulieren! Und auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass Ihr nicht wisst, was er für den Laufsport geleistet hat, möchten wir einige Etappenziele aus seinem Lebens-Lauf an dieser Stelle besonders erwähnen.

Erste Schritte

Wer über mathematische Grundkenntnisse verfügt, hat es schon ausgerechnet: Werner Sonntag wurde am 22. Juni 1926 geboren und zwar in Görlitz.

Nach dem Wehrdienst und seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft machte eine Ausbildung zum Neulehrer. Später jedoch wechselte er in den Journalismus, wo die teils hektische und stressige Arbeit, wenn er sonntags allein in der Redaktion verantwortlich war, ihm im wahrsten Sinne des Wortes Kopfschmerzen bereitete. Genauer gesagt, Migräne. Rat suchte und fand er bei Dr. Dieter Maisch, der ihm neben Tabletten auch Bewegung „verordnete“. So fiel 1966 der Startschuss für Werners Laufkarriere und zwei Jahre später auch für seine beiden ersten Marathons: in Baarn und im Schwarzwald.

Lange Läufe

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Von Anfang an haben die langen Strecken Werner in den Bann gezogen, wobei er zunächst noch – wie damals allgemein üblich – vom Start weg „viel zu schnell losrannte“, wie er heute weiß. Das tat der Begeisterung jedoch keinen Abbruch, und so stand Werner 1972 erstmals bei den 100 Kilometern von Biel am Start, die er auf Anhieb erfolgreich finishte. Weitere 32 Finishs in Biel sollten im Laufe der Jahre folgen. Was ebenfalls folgte, war der Deutschlandlauf im Jahr 1981, eine Pilotstudie von Prof. Jung, bei der die Teilnehmer in 20 Tagen 1.092 Kilometer durch ganz Deutschland liefen. Außerdem rief Werner 1974 den ersten Lauftreff in Stuttgart ins Leben und war an der Gründung des Schönbuch-Marathons beteiligt. Außerdem wirkte er an der Gründung des 100 Marathon Clubs und der Deutschen Ultramarathon Vereinigung mit!
spart-k1989 und 1990 finishte er einen der härtesten Ultraläufe überhaupt, den 246 km langen Spartathlon von Athen nach Sparta, beide Male als ältester Teilnehmer. Zwei Jahre später kam er leider mit Verspätung ins Ziel und wurde daher nicht gewertet.
1993 fand in Palamos die 1. Veteranenmeisterschaft im 100-km-Lauf statt. Werner gehörte mittlerweile der Altersklasse M 60 an und wurde auf Anhieb Europameister.
Seinen letzten Bieler 100er lief Werner 2009 – im Alter von 82 Jahren und nur wenige Jahre nach einer Bypassoperation! Insgesamt ist Werner 339 Marathons gelaufen, davon 149 Ultras. Mehr werden es auch nicht werden, denn seit geraumer Zeit ist Werner im Wanderschritt unterwegs. Dabei legt er jedoch nach wie vor z.B. Teilstrecken beim Rennsteiglauf zurück oder schaut beim Berliner Mauerlauf vorbei.

Spitze Feder
med-kBis 1991 war Werner als Zeitungs- und Zeitschriftenredakteur tätig, unter anderem für die Stuttgarter Zeitung und die ZEIT. Doch trat die sportliche Komponente auch beim Schreiben verstärkt in den Vordergrund, indem er Beiträge für Laufmagazine wie Runner’s World, Spiridon und Volkssport verfasste. Bei Condition war er jahrelang Chefredakteur. Seit 2002 schreibt Werner die wöchentliche Kolumne „Sonntags Tagebuch“ im Online-Magazin „LaufReport“. Dabei ist er für seine „spitze Feder“ bekannt. Der Leser wird stets zum Nachdenken und Diskutieren angeregt. Und natürlich dazu, eigene Erfahrungen zu sammeln!
Eines seiner bekanntesten Laufbücher trägt den Titel: „Irgendwann musst Du nach Biel. Bekenntnisse eines 100 Kilometer Läufers“. Dieses Buch hat mehrere Laufgenerationen begeistert und dazu beigetragen, dass der eine oder andere von uns die Ultrastrecke für sich entdeckte. Sein neuestes Buch „Mehr als Marathon – Wege zum Ultralauf“ (ISBN 978-3-941297-28-9, 17,95 €) ist im Sportwelt Verlag (www.sportweltverlag.de) erschienen. Darin hat Werner sein gleichnamiges zweibändiges Werk von 1986/87 komplett überarbeitet und fasst Erfahrungen zu allen 

buch

Bereichen des Ultralaufens zusammen, um Einsteigern in die langen Laufstrecken einen wertvollen Wegbegleiter an die Hand zu geben. Ein weiteres Buch ist in Vorbereitung.

Ein engagiertes Vorbild
Werner Sonntag ist ein großartiges Vorbild dafür, dass man bis ins hohe Alter geistig und sportlich fit sein kann. Dies sollte und kann jüngere Generationen motivieren, selbst den inneren Schweinehund zu überwinden und Ausreden über Bord zu werfen. Es ist wichtig, den Anfang zu machen, denn jeder noch so lange Lauf beginnt schließlich mit dem ersten Schritt. 

Mehr als Marathon  

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