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intro-kleinDUV-Sportwart Michael Irrgang 12.10.2014

Am 11.10.2014 veranstaltete der DUV-Förderstützpunkt LG Mauerweg Berlin einen Trainingstag für alle Ultraläufer aus der Region. Bereits am Vorabend traf ich Vertreter der Vereinsführung und konnte mich über die Entwicklung und vorbildliche Führung des Vereins informieren. Als Referent konnte ich dann am nächsten Tag über 20 Teilnehmer begrüßen; viele vom gastgebenden Verein, aber auch zahlreiche Läuferinnen und Läufer auf Berlin, Brandenburg und sogar aus Dresden war eine Teilnehmerin angereist. Einige kannte ich bereits vom Trainingslager vor einem Jahr in Berlin, bzw. vom 100-Meilen-Coachingprojekt letztes Jahr.

Da es morgens zum Zeitpunkt des geplanten Laufens wie aus Kübeln goss, wurde kurzerhand der Plan umgestellt und direkt mit dem Vortrag begonnen. So entstand mehr Zeit für Fragen, Details und kleinere Anekdoten. Wer mich kennt, weiß, dass ich die zwei gewonnen Stunden mühelos spontan füllen konnte. Nach einer Vorstellung der DUV, des Förderstützpunktkonzeptes und meiner Person begann die thematische Einführung in das Thema mit den Fragen zu Kennzahlen und Merkmale eines guten Trainings.

Doch schnell wurde die abstrakte Theorie verlassen und eine kleine Runde Tabata-Training eingeschoben. Dass eine einfache, kurze Übung in vier Minuten einen so nachhaltig zum Schwitzen anregen kann, war für viele eine neue Erfahrung und weckte durchaus üble Erwartungen, was ich denn sonst noch so vorbereitet hatte zu dem Thema „besser trainieren – weniger laufen“.

Eigentlich hatte ich nur wenige Folien zum Athletik- und Tempotraining vorgesehen, aber die interessierten Rückfragen, einige Berichte von eigenen Erfahrungen sowie die zusätzliche, zur Verfügung stehende Zeit führten dazu, dass auch andere Themen angesprochen wurden, z.B. wie durch eine optimierte Ernährung vor, während und nach einer Trainingseinheit der Trainingseffekt gesteigert werden kann, wie ältere Altersklassen insbesondere  bei intensiven und hochintensiven Trainingseinheiten anders trainieren sollten oder wie alternative Sportarten sinnvoll in das Lauftraining integriert werden können.

Nach dem anregenden Gedankenaustausch ging es im Haus des Sports zwei Etagen tiefer in einen Turnraum, in dem wir den ersten Teil der praktischen Übungen  vornahmen: Athletik- und Techniktraining. Insgesamt hatte ich in 12 Themenbereichen über 50 Übungen vorbereitet. Begonnen haben wir mit einem Element der Kinderleichtathletik: Einem Bewegungsspiel zum Aufwärmen. „Das macht mehr Spaß und ist viel effektiver als das klassische Einlaufen“, erklärte ich den etwas überraschten Teilnehmern. Anschließend gab es einen kleinen Exkurs zu dem Thema Koordination mit der Erkenntnis, dass neue, einfach aussehende Übungen sehr schwierig sein können. Es dauerte nicht lange, bis wir zu den Athletikübungen übergingen, als eine weitere Erkenntnis hinzukam, nämlich dass eine Minute verdammt lang sein kann.

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Bei vielen Übungen habe ich verschiedene Varianten mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad vorgestellt. Oft gibt es eine einfache Grundvariante, die zunächst eingeübt und sicher beherrscht werden muss, bevor man die fortgeschrittenen Elemente integriert - und dann gibt es natürlich auch noch ein paar besondere Varianten für die Experten. In Berlin waren tatsächlich ein paar sehr geübte und erfahrene Läufer und Trainer dabei, die selbst die schwierigsten Elemente mit Bravour nachmachen konnten.

DUV-Trainingstag in BerlinMittlerweile hatte es aufgehört zu regnen und wir konnten die letzten Programmteile in einem nahegelegenen Stadion absolvieren. Hier gab es einige Beispiele zum Tempotraining und einen weiteren Durchgang Tabata.

Anschließend begaben wir uns wieder in den Veranstaltungsraum, wo es verschiedene kalte und warme Getränke sowie zahlreiche Leckereien gab. Bei dem gemütlichen Teil der Veranstaltung wurden die Erlebnisse und Erfahrungen diskutiert und ich konnte in zahlreichen Gesprächen noch einige persönliche Fragen beantworten und erhielt viel positives Feedback. Trotz der Vielfalt der theoretischen Informationen und praktischen Übungen nahmen alle Leute viele konkrete Anregungen  mit nach Hause.

DUV-Trainingstag in BerlinFür mich war es wieder ein ganz toller Tag. Es war eine total nette Gruppe, die unglaublich interessiert war und selbst die schwierigsten Übungen engagiert mitmachte. Danke an dieser Stelle für die gute Vorbereitung und Durchführung, insbesondere an Harald Reiff und Alexander von Uleniecki! Die ausschließlich positiven Reaktionen, die man auf der Facebook-Seite der Mauerwegläufer nachlesen kann, zeigen, dass der Tag ein paar Merkmale guten Trainingserfüllte: er war interessant, effektiv und hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht!

Für einige Mauerwegläufer ging es am Sonntag bereits wieder auf den Mauerweg zu einem 25km-Lauf, auch wenn den Beinen sicher nicht so richtig nach Laufen zu Mute waren.

Für mich sind die nächsten Termine der diesjährigen FSP-Tour der 8.11. in Wolfenbüttel und der 30.11. in Würzburg. 

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