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Nicole Benning berichtet von ihrem "Abenteuer Rodgau 2011"

Am Ende einer harten Trainingswoche durfte ich mir wegen der ungebrochenen Serie meines Mannes den 50er in Rodgau nicht entgehen lassen. Ich war mir darüber im Klaren, dass ich heute keine Wunder erwarten konnte, so wollte ich im 5er Schnitt meine Runden drehen. Aufgrund der Temperaturvorhersagen der Wetterdienste hatte ich mich warm angezogen, was ich gleich nach dem Start schon wieder bereute. Mir war es mal wieder in meinen Winterkleidern viel zu warm! War ich froh darüber, nicht richtig flott laufen zu müssen.

Am Anfang waren wir etwas schneller als das geplante Tempo. Ab der sechsten Runde meldete sich bei Jochen die Erkältung und ab der siebten bei mir die müden Beine. Wir verlangsamten und nutzen die eine oder andere Gelegenheit, um mit laufenden Freunden und Bekannten zu quatschen. Das hatte den Vorteil, dass die Zeit schneller verging und die müden Muskeln sich etwas erholen konnten. Dummerweise trank ich in Runde neun eiskaltes Cola-Wasser (ich dachte, das Wasser, das ich zum Mischen nutzte, wäre warm, war es aber nicht!) - immerhin hatte ich für die nächsten Kilometer neben der Lauferei eine weitere gute Beschäftigung. Mein Magen wollte betreut werden. Ich redete ihm gut zu, er solle doch jetzt noch die paar Kilometer mitmachen. Machte er schlussendlich auch. Runde zehn war abgesehen vom Stop an der Verpflegung wieder deutlich schneller und beschwerdefrei. Als die 50 km rum waren, war ich doch einigermaßen erleichtert, wie das eben bei langen Trainingsläufen manchmal ist. Das mit dem 5er-Schnitt hat gerade so geklappt, was wollte ich also mehr. Und auf der Heimfahrt schmiedeten wir schon am Programm für den Sonntag, denn im Nachbardorf gab es eine IVV-Veranstaltung mit einer 20 km-Strecke. Die hatten wir schon im letzten Jahr am Tag nach Rodgau unter die Füsse genommen. So auch 2011 - nur hin- und zurück sind wir nicht gelaufen.

 

Und auch Antje Krause hat uns ihre Eindrücke geschickt:
 

Für mich war der Ultramarathon in Rodgau im Grunde genommen der erste lange Lauf nach der Weltmeisterschaft in Gibraltar. Nach der überaus erfolgreichen, aber auch langen und kräftezehrenden Saison 2010 habe ich zwei Monate vollständig der Regeneration verschrieben. Wenig gelaufen, keine Wettkämpfe bis auf zwei Crossläufe, ausgeruht.
Es war daher klar, dass der 50er in Rodgau für mich nur eine Standortbestimmung sein konnte. Als Trainingslauf möchte ich es schon deshalb nicht deklarieren, weil ein 50 Kilometerlauf dafür erstens zu lang und zu anstrengend ist und zweitens ein 5 Minutenschnitt für meine Preisklasse dann doch etwas zu schnell für einen reinen Trainingslauf ist.
Der Plan war, mit 24-Minuten Runden zu beginnen und schauen, wie es damit läuft. Zunächst ganz gut, auch wenn mir das Tempo nicht so leicht fiel, wie ich es mir gewünscht hätte. Wie es beim Wettkampf so ist, läuft man am Ende doch schneller, als geplant, auch meine Runden wurden schneller. Nach 30 Kilometern kam dann der tote Punkt, die Beine taten weh, ich hatte keine Lust mehr und dachte mir, ein langer Lauf von 35 km sei eigentlich genug. Eine Runde wollte ich noch langsam auslaufen, das tat ich mit einem Lauffreund und ruck zuck waren wir wieder durch bei der Zeitmessung. Es standen nur noch zweieinhalb Runden an und ich fühlte mich wieder in der Lage, schneller zu laufen. Also noch einmal umdisponiert und den Lauf zu einem überaus zufriedenstellenden Ende gebracht. Auf den letzten 12 Kilometern konnte ich mein Tempo lehrbuchmäßig wieder stetig steigern, was mir im Endeffekt sogar die schnellste letzte Runde bei den Damen einbrachte, wie ich im Nachhinein in der Ergebnisliste gesehen habe.
 

Und auch Heike Christ war in Rodgau:

Rodgau – 29.01.2011

Nach langer Verletzungspause in Folge des Deutschlandlaufs 2010, wollte ich in Rodgau ein kontrolliertes Tempo anschlagen um die 50km-Distanz „im grünen Bereich“ zu laufen. Andreas Gäckle, ebenfalls ein Schwabe wie ich, wollte auch recht vorsichtig starten und so liefen wir gemeinsam.

In Rodgau ist der große Jahresauftakt für die Ultraläufer! Man trifft sehr viele bekannte Gesichter, unterhält sich und läuft ein paar Runden gemeinsam, womit der Lauf recht kurzweilig ist und die Gesamtveranstaltung von einer außerordentlichen Atmosphäre bestimmt wird. Die äußeren Bedingungen waren für Januar nahezu ideal. Es war zwar mit -5 Grad am Start recht frisch, im Laufe der Zeit wurde es aber immer wärmer und wir konnten sogar die Sonne genießen. Der flache 5 km-Rundkurs war komplett schnee- und eisfrei, auch der Wind bereitete dieses Jahr keine großen Probleme. Somit konnten die 671 Läufer und Läuferinnen, die abwechslungsreiche Strecke zwischen Feldern und durch den Wald 10x optimal durchlaufen.

Die ersten 5 km lief ich sehr vorsichtig, doch von Runde zu Runde fühlte ich mich wohler und so steigerten wir kontinuierlich das Tempo. Meine Renneinteilung war sehr gut, langsames Tempo zu Beginn, um dann immer schneller zu laufen. Die letzte Runde war dann auch die schnellste Runde. Das Erfolgserlebnis war perfekt, beide hatten wir unsere bisherige Bestzeit verbessert. Ein sehr guter Start in die Wettkampfsaison 2011! Dies war nicht allen Läufer/innen vergönnt, 196 Teilnehmer (fast 30%) haben die Möglichkeit zum frühzeitigen Ausstieg genutzt - Anfang des Jahres sind viele Läufer/innen noch nicht in Bestform.
Ein „herzliches Dankeschön“ für diesen schönen Lauf schicke ich an die Organisatoren und an die vielen fleißigen Helfer.

Mit Sicherheit „bis nächstes Jahr“!
 

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