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Elke Musial lief in Kienbaum den 50er, kam, sah und siegte. Hier ist ihre Geschichte:

„WER LANGSAM SCHLENDERT, SIEHT AM MEISTEN VON DER LANDSCHAFT.“
aus England

Dieser Spruch prägte am Freitag meinen Kalender und ich packte mit gemischten Gefühlen meine Sportsachen. Noch war mir nicht klar, ob ich am Sonnabend wirklich über 50km starten werde. 2 Blockierungen, eine Achillessehnenreizung und ein Gefühl von Erkältung hatten mein Trainingsprogramm der letzten 2 Wochen stark minimiert, aber vielleicht war das genau das Richtige!


Freitag herrschte noch etwa Chaos – mein Freund Sascha Pantel (Ultraläufer) war nicht erreichbar und ich wollte dort nächtigen, also klingelte ich bei meiner Schwester. Alles war geklärt, dann kam der Anruf von Sascha. Alles wieder umändern, aber ich freute mich. Ich fuhr los. „Einer wird schon zu Hause sein“ – so die Aussage von Sascha. Nein, keiner war da. Warten! Nach und nach trudelten alle ein, ein großer Cappuccino, Gespräche, Ablenkung....., dann war ich wieder alleine. Absolute Stille, nochmal Rotlicht nehmen, das Tape etwas kürzen, ein Versuch Kohlenhydrate zu tanken, aber alleine schmeckte es nicht (war also froh, dass ich schon mittags ausreichend Nudeln gegessen hatte), Sachen hinlegen, lesen, zeitig schlafen gehen.


Ab 2 Uhr wünschte ich, dass es doch endlich 4 Uhr wäre – aufstehen, entspannt frühstücken (das geht nur mit Sascha an so einem Tag!), losdüsen im wahrsten Sinne. Bei 160 km/h, mit meinem alten Auto, war ich zumindest wach.
In Kienbaum angekommen, war alles sehr entspannt, familiär, viele bekannte Gesichter, sehr nette Helfer, alle sehr umsichtig und gut drauf, obwohl es nur 4°C waren und es regnete durchweg. Aufregung wollte weder bei den Organisatoren aufkommen noch bei mir als Läufer. Kurz vor 6.30Uhr verließen wir das Auto, gingen an den Start und schon liefen wir. Wir spulten die 5km Runden ab. Alles war gut gekennzeichnet und jeder km war extra markiert. Mein Ziel war pro Runde 23Minuten, was ich auch fast auf die Sekunde mit einer einfachen Stoppuhr und einem guten Bauchgefühl schaffte. Es war ein schönes Tempo, sehr angenehm. Es blieb Zeit für die Natur. Wir liefen den 1.km mit Sicht zum Wasser und alles andere durch den Wald, mit sehr gutem Asphalt. Das zarte Grün machte sich an den Sträuchern breit, Eichhörnchen tummelten sich im Wald.... und der Regen störte gar nicht.(Ich musste an den Freitagspruch denken.)


Innerlich kam ich zu dem Schluss, dass es sich gar nicht so schlecht läuft bei Kälte. Bisher war Hitze mein Favorit.
Runde 3 war schnell da und Antje Müller, die absolute Spitze über 100km, war neben mir. Wir schwatzten kurz. Entweder war ich zu langsam oder sie zu schnell. Ich ging auf einen guten 22er Schnitt über. Runde 6 - kurzes Gespräch mit dem 3. bei den Männern über 50km, aber ich machte schnell klar, dass ich bitte nicht reden möchte. Ich hatte keine Lust, aus meinem Rhythmus zu kommen und wollte auch weiter genießen, denn inzwischen hatte es aufgehört zu regnen und ich war in Runde 8, lief mit Sascha gemeinsam über die Zeitmessung (war schön – wir strahlten beide). In Runde 9. brauchte ich einen kleinen Motivationsschub vom Glückssteinchen in meiner Hosentasche und schon lief ich in die 10. Runde, die dann die schnellste wurde. Zieleinlauf – tolle Zeit – 3:46,04 h – davon hatte ich nicht einmal geträumt. Ich dachte, meine gewünschten 3:51 würden schon ein Traum bleiben. Es ist also vieles machbar, wenn rings herum alles passt. Meine Freude war riesig und die nun durchbrechende Sonne tat ihr Übriges zum Glücksgefühl. Danke an alle, die es mir ermöglicht haben.


So setzte ich meine Rundreise, in meiner eigentlichen Heimat, mit sehr schönen Gefühlen und Gedanken fort.

 

Kai Horschig ist den 100er gelaufen und berichtet:

Zum dritten Mal stand ich dieses Jahr am Start zu den 100 km von Kienbaum. Es war eigentlich wie immer, eine freundliche Begrüssung und Betreuung durch die Veranstalter,
Ecky Breu als unermüdlicher Kommentator sowie das übliche Regenwetter in den ersten Stunden. Für mich stand fest dass dass dieser Lauf eine gleichmässige Trainingseinheit werden sollte,
da für mich in den letzten zwei Wochen aufgrund einer Grippe kein Training möglich war.
Meine Vorgabe war dass ich für die fünf Km –Runde jeweils 27 Minuten benötige und damit nach neun Stunden durch das Ziel laufen würde. Dies ist mir sehr gut gelungen und erstmals habe ich es geschafft
die Zweite Streckenhälfte schneller als die erste zu absolvieren. Meine Laufzeit betrug 8:53,43 , die ersten 50 km in 4:27,03 die zweiten 50 km in 4:26,40 .
Am nächsten Tag konnte ich problemlos einen drei stündigen Lauf absolvieren und bin zuversichtlich für meinen nächsten 24- Stundenlauf.

 

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