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Ein erfolgreiches Lauffrühjahr 2011

Ich habe mir im November 2010 letzten Jahres Gedanken gemacht, wo es denn läuferisch 2011 hingehen soll, räumlich wie auch leistungsbezogen.
Nachdem ich in Basel 2010 die Norm für die 24-Std. WC in Brugg/Schweiz, die für Ende Juni 2011 angesetzt war, mit fast 234km erfüllt hatte und mir auf eine dritte Teilnahme im Nationaltrikot berechtigte Hoffnungen machen durfte, war dieser Wettkampf natürlich im Fokus. Als sich dann aber leider abzeichnete, dass die WC weder in Brugg noch anderswo in der Welt stattfinden wird, habe ich nach Alternativen geschaut.


Der Frühjahrshöhepunkt stand für mich dann mit dem 24-Std. Lauf in Delmenhorst recht schnell fest. Dies ist ja schon mehr oder weniger mein Hauslauf bei dem ich schon zum vierten Mal als Einzelstarter dabei war. Hier können immer mal Bekannte und Freunde vorbeikommen die mich laufen sehen wollen. Der Aufwand ist für mich mit eine Anreise von 50-60 km recht minimal.
In der Vorbereitung darauf sollte ein Ultrawettkampf stehen. So passte die 100 km-DM Ende April in Jüterbog sehr gut in meinen Plan. Mit meinem Vater als Betreuer habe ich mich auf dem Weg nach Brandenburg gemacht. Ich hatte mir dort vorgenommen knapp unter 8 Stunden zu laufen. Wie es dann bei mir so ist, wenn ich eine angeheftete Startnummer habe, kann ich mich nicht völlig bremsen. Wenn ich dann als 24-Stunden Spezi bei einer 100 km-DM dann auch noch Vize-Meister werden kann, was mir bestimmt nicht wieder passiert, dachte ich, dass ich bisschen Gas geben kann. Rausgekommen ist eine 7:35 Std. mit der ich hoch zufrieden bin.

So war also mein Ziel für Delmenhorst eine PB und die Norm für die 24-Std WC 2012 in Polen zu laufen. Ich hatte im Vorfeld gut trainieren können und auch keine schwereren Verletzungen zu beklagen.

Im Vorfeld hatte mich Michael Wolf in Jüterbog angesprochen, ob er und seine Athletin Grit Seidel bei meinem Vater und mir im Betreuungszelt mit unterkommen können. Ich habe mich sehr gefreut, da ich die beiden schon von meinen Nationalmannschafts-Einsätzen in Seoul 2008 und Bergamo 2009 kenne. Und natürlich ist es immer sehr von Vorteil wenn zwei Betreuer zur Verfügung stehen, die sich etwas ergänzen können. Am Start war auch Silke Gielen aus Hamburg die hier im Jahr 2008 den Lauf gewonnen hat und die ich auch vom Nationalteam aus Seoul kenne.

Der Start war wie gewohnt um 12 Uhr und das Wetter war die ganzen 24 Stunden gut. Kein Regen, nicht zu heiß, das ließ auf viel hoffen. Angelaufen bin ich im ersten Renndrittel im km-Schnitt von ca. 5:30 min, was wahrscheinlich etwas zu schnell war. Da ich mich aber gut dabei fühlte, habe ich mit dem Gedanken ein kleines Polster für schlechte Phasen anzusammeln, auch nicht nachgelassen. Diese Phase kam dann natürlich. Zwischen 2-4 Uhr in der Nacht war es ein „um die Runde schleppen“, was mir aber die ganze Zeit immer noch im Laufschritt gelungen ist. Nur eine knappe Runde habe ich mich dieses Mal mit Gehen auf der Strecke vorwärts bewegt, eine gute halbe Runde beim Essen und noch ein paar Meter im nächtlichen Motivationsloch aus dem mich Grit wieder mitgezogen hat. Und dann hat in der Nacht auch noch Jens Hilpert, den ich vom Wolfenbüttler 24er von 2009 kenne, die Führung übernommen. Ich wollte hier doch unbedingt noch ein drittes Mal gewinnen. Das war ein zweiter Motivationsschub.

Einiges an Zeit und Metern habe ich an der Bierbude vertrödelt. Klingt irgendwie blöd, aber so ist hier in Delmenhorst die grandiose Verpflegung untergebracht. Hier besteht bei mir noch Optimierung, um das nächste Mal, bei guter Vorbereitung, die 240 km-Marke zu durchbrechen. Das letzte Renndrittel lief wieder richtig gut, da ich mich selber vor meiner Motivation und meinem Durchhaltewillen gewundert habe. Am Ende stand mit 238,335km für mich eine neue PB, der Streckenrekord, mein dritter Sieg in Delmenhorst und die Normerfüllung. Ein sehr gelungener Tag an dessen Ende noch eine schöne Siegerehrung stand.

Der Delmenhorster 24-Stundenlauf ist aus meiner Sicht sehr empfehlenswert. Die Organisation, die Versorgung, Musik, Ansager, Publikum, die Stimmung - alles toll!
Sollte es nächstes Jahr mit der Nominierung klappen, würde ich den neunten Delmenhorster 24er wahrscheinlich schweren Herzens nicht voll laufen. Aber bis dahin vergeht noch einiges an Zeit und Laufkilometern.

Oliver Leu
Bremerhaven, 16.06.2011
 

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