werbung text  MDW Banner2018 156x60fcerunningSeentrail gtrc 156x60 2

Nachdem wir einen Bericht von Gunla Eberle in der ULTRAMARATHON hatten, war dort kein Platz mehr für den von Klaus Schulz. Deshalb wir veröffentlichen wir ihn an dieser Stelle.

 

                             24 Stunden Dettenhausen   -  Schwaben unter sich

Nachdem der 12+24-Stundenlauf von Berlin wegen zu geringer Teilnehmerzahl abgesagt wurde, habe ich mich nach einer Alternative umgesehen und dabei den 24-Stunden-Lauf von Dettenhausen entdeckt. Für mich hatte dieser Lauf den Vorteil, daß ich ihn mit einer Besuchstour bei Bekannten und Freunden in Süd-deutschland verbinden konnte, da Dettenhausen etwa 20 km südlich von Stuttgart (im Landkreis Tübingen) liegt und ich wegen des Laufs sowieso in Süddeutschland war. Übernachtet habe ich in einem vom Veran-stalter schon am Freitagabend aufgestellten Mannschaftszelt. Man kann auch im Umkleideraum des neben dem Sportplatz befindlichen Sportheims übernachten. Eine Sport- oder Turnhalle ist nicht vorhanden

Der Lauf fand im Rahmen einer sportlichen Veranstaltung des Ortes Dettenhausen statt, die unter dem Motto Dettenhausen bewegt sich stattfand und bei der es dem Veranstalter vor allem darauf ankam, möglichst  viele Einwohner der Ortschaft und der Umgebung an diesem Sportereignis teilhaben zu lassen. Unter die-sem Gesichtspunkt waren insbesondere viele Staffel-Mannschaften dabei - mit Mitgliedern aus dem Ort oder der unmittelbaren Nachbarschaft. Sie haben auch wie die Einzelläufer 24 Stunden absolviert. Entsprechend dem oben genannten Motto waren in den Staffel-Mannschaften auch Kinder und Jugendliche mit dabei. Diesen Staffeln galt das Hauptaugenmerk des Veranstalters. Die Einzelläufer waren eine Beigabe, um die man sich schon ausreichend gekümmert hat. Da es aber eine lokale Sportveranstaltung bleiben soll, ist die Anzahl der Einzelläufer auf etwa 15 bis 20 begrenzt. Mehr verkraftet der Veranstalter nicht.

Zum Lauf wäre noch folgendes zu sagen: Es war die siebente Veranstaltung. Start war um 10 Uhr. Der Rundkurs ist etwa 1,6 km lang und beinhaltet zuerst eine Stadionrunde und verläuft dann im wesentlichen auf abgesperrten öffentlichen Straßen. Etwa 300 Meter nach der Stadionrunde  kommt dann ein etwa 400 Meter langer Weg, der am Waldrand entlang führt und einen unregelmäßigen Grasbewuchs aufweist. Schnelle Läufer sind deswegen nachts zum Teil mit Stirnlampe gelaufen. Danach kam wieder öffentliche, asphaltierte Straße. Die Rundstrecke weist zwei Steigungen auf, die insgesamt etwa sechs Höhenmeter ergeben und die auf dem Streckenteil am Waldrand wieder gut gemacht werden. Der Lauf hat kein IAU-Label und ist nicht bestenlistenfähig. Für die Teilnahme am Lauf wird kein Startgeld erhobendas bedeutet, daß man sich selbst verpflegen muß. Entsprechend bestand die Läuferverpflegung im wesentlichen aus Wasser und  nach einiger Zeit gab es Bananen, Waffeln und Äpfel. Deswegen eignet er sich nicht für ambitionierte Ultraläufer, die Wert auf eine anerkannte Platzierung legen. Als Trainingslauf in harmonischer und netter Umgebung, bei dem es nicht auf die Kilometer und die Platzierung ankommt, ist er gut geeignet. Hinzu kommt noch, daß kurz vor Schluß die letzte Runde gemeinsam von allen Teilnehmern gegangen wird. Die Zähler saßen auf der Ladefläche eines LKWs - vier für die Einzelläufer und zwei für die Staffelläufer. Die Staffelläufer wurden zum Teil von ihren Kameraden oder Zuschauern, die auf der nur durch einen schmalen Grünstreifen von der Laufstrecke getrennten Terrasse des Sportheimes saßen und sich vergnügten, begeistert gefeiert. Aber auch so mancher Einzelläufer bekam ein aufmunterndes Wort. In allem war es ein Lauf in einer herzlichen und freundlichen Atmosphäre

Das Wetter war sommerlich warm bis heiß und auch die Sonne meinte sich ins Zeug legen zu müssen. Das hatte zur Folge, daß Nikolaios Adam nach knapp fünf Stunden wegen einer Sonnenallergie aufgeben mußte. Die übrigen Ultraläufer - 17 gesamt – haben durchgehalten. Es waren außer dem Verfasser noch drei  weitere bekannte Gesichter aus der Ultraszene dabei. Insgesamt haben an dem lokalen Sportereignis 118 Läufer teilgenommen. Je nach Sonnenstand war der Weg am Waldrand schattig – ansonsten gab es nur hin und wieder Schatten durch Bäume.

Mit 165,24 km wurde Klaus Wanner Erster gefolgt vom Lokalmatador Sven Bökholt aus Holzgerlingen – ebenfalls im Landkreis Tübingen gelegen. Wie schon im Titel angedeutet, war es im wesentlichen eine lokale Sportveranstaltung und entsprechend waren auch die Platzierungen. Deswegen spare ich mir die Auflistung weiterer Namen und Kilometer. Es sei nur noch erwähnt, daß die beste Staffel etwas über 300 km geschafft hat und damit den Wanderpokal der Firma Motzer Fenster, die auch den LKW zur Verfügung gestellt hat, zum wiederholten Mal erlaufen hat.

Nach Schluß der Veranstaltung gab es im Restaurant, das zum Sportheim gehört, ein Frühstücksbuffet, das 8,50€ kostete. Da konnte man seine Kohlenhydratspeicher wieder ordentlich auffüllen.

  • Keine Kommentare gefunden
Kommentar hinzufügen
mitglied werden
duv statistik
duv forum

Das aktuelle Foto

 fdzu aktuelles foto kl

Ihr seid jede Woche irgendwo laufend unteerwegs - los, her mit euren Fotos, lasst andere eure Erlebnisse mit erleben!

Hast du ein Bild / Bilder, das / die hier oder in der (in Arbeit befindlichen) Galerie erscheinen sollen? Dann bitte per Email an aldo.bergmann@d-u-v.org

Die jüngsten Kommentare

Gast - Andreas
Hallo zusammen:

Super Bestenliste, vielen Dank dafür!! Leider kann man hier nur bis Platz 30'000 ...
Gast - Ingo Schulze
Ich wünsche der neuen Führung eine glückliche Hand bei ihrer Präsidiumsarbeit. Sie treten, das sei e...
Gast - carsten mattejiet
Unvergessen die zeit die ich mit fiese in den Kasseler bergen 1995 verbringen konnte. 10 Marathons i...
Mitglied werden
Kontaktformular