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Laufberichte

Normalerweise berichten wir an dieser Stelle ja nur von Leistungen und Erlebnissen über Marathon & mehr unserer Fördergruppenmitglieder. Aber besondere Anlässe erfordern auch mal eine Abweichung von der Regel.

Am vergangenen Wochenende (01. Mai) wurde Tobias Hegmann in seiner eigentlichen Spezialdisziplin Duathlon Deutscher Meister in der M35. Er hatte dafür 10 km zu laufen, 36 km Rad zu fahren und nochmal 5 km zu laufen.

Herzlichen Glückwunsch!

 

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Dorothea Pfeffer hat sich beim 6 h-Lauf auf ihren 12er in Basel vorbereitet. Hier sind ihre Eindrücke:

Ein Ultralauf direkt vor meiner Haustür - die Veranstaltung rund um den Seilersee in Iserlohn bot sich für mich drei Wochen vor meinem Start beim 12 Std. Lauf in Basel geradezu an. Ich hatte mich recht spät hierzu entschieden und freute mich, dass ich noch einen Startplatz für den 6 Std. Lauf erhielt. Gleichzeitig wurde auch ein 12 Std.- sowie der Hauptlauf über 24 Std. angeboten. Die Runde um den See misst eine Länge von 1788 m, wobei gleichzeitig 22 Höhenmeter zu überwinden sind.

Kurz vor 10 Uhr am Samstag Vormittag machte ich mich mit meinen Kindern, die mich hervorragend umsorgt haben, Richtung Iserlohn auf den Weg. Dort angekommen, freute ich mich über viele bekannte Gesichter und stimmte mich mit kurzen netten Gesprächen auf den Lauf ein. Start war für alle Läufer Samstag Mittag 12.00 Uhr. Auf der recht kurzweiligen Strecke spulte ich zunächst Runde für Runde ab, wobei ich den Höhenunterschied, insbesondere das kurze knackige Gefälle schon als recht anspruchsvoll empfand. Etliche Runden "drehte" ich zusammen mit der späteren Siegerin, Ulrike Steeger, und freute mich über ein gleichmäßiges Tempo. In der letzten Stunde musste ich dann doch einen Gang rausnehmen; meine Wadenmuskulatur und eine dicke Blutblase am kleinen Zeh machten sich insbesondere auf der Strecke bergab und in der scharfen Kurve im Stadion schmerzhaft bemerkbar. Ich war dankbar, als nach 6 Std. das Signal ertönte und für mich der Lauf beendet war.

Mit meinem Ergebnis von 64,45 Laufkilometern und einem 2. Platz bin ich sehr zufrieden. Ich freue mich auf den Start in Basel und hoffe nur, dass meine Muskulatur mich nicht wieder im Stich lässt
 

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Ludger Böwer ist auch mal wieder in Italien Ultra gelaufen, nämlich bei den 100 km von Seregno, in deren Rahmen im kommenden Jahr EM/WM ausgetragen werden:

Am 3. April war die 3. Auflage des " La cento chilometri di Seregno". Fuer die Organisatoren war die diesjaehrige Austragung die Generalprobe fuer die IAU Weltmeisterschaft im 100km Lauf am 22.4 2011, an gleicher Stelle.

Seregno liegt zwischen Mailand und Como. Es ist ein 50km flacher Rundkurs, der durch 14 angrenzenden Gemeinden verlaeuft. Der schoenste Teil der Strecke ist nach 25 km bzw.75 km. Die Strecke verlaueft dann fuer ca. 8 km durch den Parco di Monza.

Leider wurde die 2. Runde etwas abgeaendert, und der Abschnitt im Parco di Monza auf 4 km verkuerzt - zu Gunsten einer 4 km Schleife im Zielbereich.

Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist der Lauf eine Topveranstaltung und absolut WM-wuerdig.

Ich selbst war zum 2. Mal in Seregno und habe viele Bekannte wiedergetroffen. Start war morgens um 07:00 Uhr bei angenehmen Temperaturen. Die 1. Runde bin ich mit Christian Fatton gelaufen, der allerdings nicht ganz fit war. Die 1. Runde war total angenehm. Danke an Christian.In der 2. Runde mussten wir uns leider trennen. Die Temperaturen stiegen in der Mittagszeit bis auf 30°C an,sodass der Lauf ab km70 zu einem harten Stueck Arbeit wurde. Nach 8:27:25 konnte ich als gesamt 11. bei den Maennern und Altersklassenbester finishen.

Christian wurde mit 8:36:45 gesamt 16. und Altersklassen 3. Nach einer schoenen Siegerehrung waren alle Strapazen vergessen. Ich glaube ich bin naechstes Jahr wieder in Seregno.
 

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Oliver Ruf berichtet:

bei herrlichem Sonnenschein und super Temperaturen für die Zuschauer folgte um 11:10 der Start zum Freiburg-Marathon. In diesem Jahr wurde der Halbmarathon und Marathon wieder gemeinsam gestartet. Schade, in den letzten Jahren konnte ich durch den getrennten Start nach meinem Zieleinlauf immer noch beim Zieleinlauf des Halbmarathons zuschauen, sonst kommt man ja nicht dazu.

Optimistisch rechnete ich mit einer Zeit knapp unter 3 Stunden, da ich 2011 erst spät mit der Vorbereitung begonnen und nur wenig schnelle Einheiten gemacht habe. Die erste Hälfte lief wie geplant in etwas mehr als 1,5 Stunden. Nun sollte das Tempo erhöht werden und das klappte auch bis km30 und ab da machte sich meine Oberschenkelzerrung wieder bemerkbar, daher passte ich mein Tempo meinem Oberschenkel an. Es war mein erster Marathon bei dem ich jeden Verpflegungsstand ausgiebig nutzte. Nimmt man nun alles zusammen, bin ich mit meinen Handgestoppten 3:01:33 mehr als zufrieden. Leider werde ich momentan noch nicht in der Ergebnisliste geführt, keine Ahnung warum.


Auch mein Wettkampfernährungstest verlief sehr positiv, mit einem für mich neuen Gel alle 10km, Salztabletten und jeder Menge Wasser hatte ich während des Laufes und auch danach keine Probleme, nicht einmal einen leichten Durchfall wie ich es von anderen Gels nach den Läufen kenne.
 

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Elke Musial lief in Kienbaum den 50er, kam, sah und siegte. Hier ist ihre Geschichte:

„WER LANGSAM SCHLENDERT, SIEHT AM MEISTEN VON DER LANDSCHAFT.“
aus England

Dieser Spruch prägte am Freitag meinen Kalender und ich packte mit gemischten Gefühlen meine Sportsachen. Noch war mir nicht klar, ob ich am Sonnabend wirklich über 50km starten werde. 2 Blockierungen, eine Achillessehnenreizung und ein Gefühl von Erkältung hatten mein Trainingsprogramm der letzten 2 Wochen stark minimiert, aber vielleicht war das genau das Richtige!


Freitag herrschte noch etwa Chaos – mein Freund Sascha Pantel (Ultraläufer) war nicht erreichbar und ich wollte dort nächtigen, also klingelte ich bei meiner Schwester. Alles war geklärt, dann kam der Anruf von Sascha. Alles wieder umändern, aber ich freute mich. Ich fuhr los. „Einer wird schon zu Hause sein“ – so die Aussage von Sascha. Nein, keiner war da. Warten! Nach und nach trudelten alle ein, ein großer Cappuccino, Gespräche, Ablenkung....., dann war ich wieder alleine. Absolute Stille, nochmal Rotlicht nehmen, das Tape etwas kürzen, ein Versuch Kohlenhydrate zu tanken, aber alleine schmeckte es nicht (war also froh, dass ich schon mittags ausreichend Nudeln gegessen hatte), Sachen hinlegen, lesen, zeitig schlafen gehen.


Ab 2 Uhr wünschte ich, dass es doch endlich 4 Uhr wäre – aufstehen, entspannt frühstücken (das geht nur mit Sascha an so einem Tag!), losdüsen im wahrsten Sinne. Bei 160 km/h, mit meinem alten Auto, war ich zumindest wach.
In Kienbaum angekommen, war alles sehr entspannt, familiär, viele bekannte Gesichter, sehr nette Helfer, alle sehr umsichtig und gut drauf, obwohl es nur 4°C waren und es regnete durchweg. Aufregung wollte weder bei den Organisatoren aufkommen noch bei mir als Läufer. Kurz vor 6.30Uhr verließen wir das Auto, gingen an den Start und schon liefen wir. Wir spulten die 5km Runden ab. Alles war gut gekennzeichnet und jeder km war extra markiert. Mein Ziel war pro Runde 23Minuten, was ich auch fast auf die Sekunde mit einer einfachen Stoppuhr und einem guten Bauchgefühl schaffte. Es war ein schönes Tempo, sehr angenehm. Es blieb Zeit für die Natur. Wir liefen den 1.km mit Sicht zum Wasser und alles andere durch den Wald, mit sehr gutem Asphalt. Das zarte Grün machte sich an den Sträuchern breit, Eichhörnchen tummelten sich im Wald.... und der Regen störte gar nicht.(Ich musste an den Freitagspruch denken.)


Innerlich kam ich zu dem Schluss, dass es sich gar nicht so schlecht läuft bei Kälte. Bisher war Hitze mein Favorit.
Runde 3 war schnell da und Antje Müller, die absolute Spitze über 100km, war neben mir. Wir schwatzten kurz. Entweder war ich zu langsam oder sie zu schnell. Ich ging auf einen guten 22er Schnitt über. Runde 6 - kurzes Gespräch mit dem 3. bei den Männern über 50km, aber ich machte schnell klar, dass ich bitte nicht reden möchte. Ich hatte keine Lust, aus meinem Rhythmus zu kommen und wollte auch weiter genießen, denn inzwischen hatte es aufgehört zu regnen und ich war in Runde 8, lief mit Sascha gemeinsam über die Zeitmessung (war schön – wir strahlten beide). In Runde 9. brauchte ich einen kleinen Motivationsschub vom Glückssteinchen in meiner Hosentasche und schon lief ich in die 10. Runde, die dann die schnellste wurde. Zieleinlauf – tolle Zeit – 3:46,04 h – davon hatte ich nicht einmal geträumt. Ich dachte, meine gewünschten 3:51 würden schon ein Traum bleiben. Es ist also vieles machbar, wenn rings herum alles passt. Meine Freude war riesig und die nun durchbrechende Sonne tat ihr Übriges zum Glücksgefühl. Danke an alle, die es mir ermöglicht haben.


So setzte ich meine Rundreise, in meiner eigentlichen Heimat, mit sehr schönen Gefühlen und Gedanken fort.

 

Kai Horschig ist den 100er gelaufen und berichtet:

Zum dritten Mal stand ich dieses Jahr am Start zu den 100 km von Kienbaum. Es war eigentlich wie immer, eine freundliche Begrüssung und Betreuung durch die Veranstalter,
Ecky Breu als unermüdlicher Kommentator sowie das übliche Regenwetter in den ersten Stunden. Für mich stand fest dass dass dieser Lauf eine gleichmässige Trainingseinheit werden sollte,
da für mich in den letzten zwei Wochen aufgrund einer Grippe kein Training möglich war.
Meine Vorgabe war dass ich für die fünf Km –Runde jeweils 27 Minuten benötige und damit nach neun Stunden durch das Ziel laufen würde. Dies ist mir sehr gut gelungen und erstmals habe ich es geschafft
die Zweite Streckenhälfte schneller als die erste zu absolvieren. Meine Laufzeit betrug 8:53,43 , die ersten 50 km in 4:27,03 die zweiten 50 km in 4:26,40 .
Am nächsten Tag konnte ich problemlos einen drei stündigen Lauf absolvieren und bin zuversichtlich für meinen nächsten 24- Stundenlauf.

 

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