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Berichte / News

Hier  findest du die neuesten Mitteilungen und Berichte - und natürlich auch die älteren. Für die musst du dich aber etwas tiefer in die Vergangenheit eintauchen.
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Im dänischen Aarhus purzelten einige deutsche Hallenrekorde, als da wären:
 
24h Halle MHK bisher: 144.306 neu: 149.990 Stefan Bicher
24h Halle W55 bisher: 133.086 neu: 155.967 Christine Schroeder
 
12h Halle MHK 91.943 Stefan Bicher
12h Halle W55 85.411 Cornelia Feurich
 
6h Halle MHK 49.740 Stefan Bicher
6h Halle W55 45.469 Cornelia Feurich
 
Diese Altersklassen waren über 6 und 12 Stunden bisher alle rekord-unbesetzt.
 
Herzlichen Glückwunsch zum fulminanten Jahresstart!
 

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Am drittletzten Tag des alten Jahres gab es noch einen neuen deutschen Altersklassenrekord.
 
Beim 6h-Lauf in Heerde (Niederlande) belegte Karl Graf (VfB Alemannia Pfalzdorf) den 4. Gesamtplatz und erzielte mit 66.912 km eine neue M60-Bestleistung im 6h-Bahnlauf.
 
Karl hält damit die Rekorde im 6h-Bahnlauf in den AK M50, M55 und M60.
 
Herzlichen Glückwunsch!

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Unser neuer Sportwart Michael Irrgang war am Wochenende in Bottrop - auch, weil dort im kommenden Jahr die DUV DM im 50 km-Lauf stattfinden wird. Hier ist sein Bericht:

 Der 11.11. ist im Rheinland ein ähnlich wichtiges Datum wie der 24.12.
und gerade bei gutem Wetter und einem Sonntag springen unglaublich viele Jecken in ein Kostüm und feiern den Beginn der Karnevalszeit, was von den Nicht-Jecken leider meist verachtet wird. Beim Ausüben des Hobbies nicht verstanden zu werden, eint wohl die Karnevalisten mit den Ultraläufern. Die andere Variante den Tag zu verbringen war freilich, Laufklamotten anzuziehen und in Bottrop eine der vielen Laufstrecken in Angriff zu nehmen. Bei Strecken von 6,8 km bis 50 km ist für die meisten Leute mit Aktivitätsdrang etwas dabei. Bei idealen Wetterbedingungen konnte die Spätform getestet oder das Jahr vergnüglich abgeschlossen worden. Insgesamt gab es eine Rekordbeteiligung mit 278 Finishern auf der Ultrastrecke und 525 Einträge in der Ergebnisliste für 25 km.

img 6205

Obwohl Bottrop nur eine Autostunde von Troisdorf entfernt ist und der Herbstwaldlauf dieses Jahr seine vierzigste Auflage feierte, fanden wir irgendwie nie zueinander. Dieses Jahr wollte ich aber unbedingt den Lauf kennenlernen. Immerhin richten die Adler-Langläufer im nächsten Jahr die deutsche Meisterschaft im 50km-Lauf aus und sind als DUV-Förderstützpunkt ein Aushängeschild der DUV. Grund genug also, um sich einmal mit dem Vorsitzenden Stephan Allermann und dem Sportwart Roland Riedel zu treffen und die örtlichen Besonderheiten kennenzulernen.

Die Gelegenheit war natürlich auch günstig, sich auch mit den anderen, gefühlte 100 DUV-Mitgliedern zu unterhalten, die man ja erst letzte Woche in Troisdorf gesehen hatte. Ach, war das nett! Zwischendurch bin ich sogar ein bisschen gelaufen. Wenn man schon einmal da ist, zwingt sich das ja förmlich auf. Aber es war durchaus ein besonderer Lauf für mich, nämlich der erste "Wettkampf" seit meiner Thrombose/Embolie vor knapp 10 Monaten. Eigentlich geht das Laufen auch noch gar nicht wirklich gut, aber für schöne, langsame 25km hat es gereicht.

Das Gelände auf dem Bergwerksgelände Porsper-Haniel ist ziemlich groß, so dass die fast 2000 Läufer und Freunde/Angehörige sich kaum im Wege standen und Startnummernabholung, Kaffee&Kuchen tanken schnell und reibungslos möglich war. Eine Blaskapelle beschallt den Startplatz und der kundige Streckensprecher informiert über allerlei Details. Auch ich darf ein paar Grußworte an die Organisatoren und Sportler richten.

"Die erste Runde ist flach, die zweite hat ein paar Berge", informierte mich Roland. Zum Glück muss ich nur eine Runde laufen, bemerkte allerdings den tieferen Sinn seiner Worte auf der 25km-Runde durch eine recht schöne, renaturierte Landschaft durchaus. Am idyllischen Verpflegungpunkt Heidesee treffen wir ihn zusammen mit zahlreichen, netten und gut gelaunten Helfern wieder. Die Runde beende ich in der geplanten Zeit von knapp 2:40 Stunden, was der 426. Platz bedeutet. So schlecht war ich vermutlich das letzte Mal bei meinem 3. Marathon platziert, aber da gab es auch 10.000 Finisher mehr, aber egal. Mein zweites Laufleben hat begonnen und da ich zuvor nie 25km gelaufen bin, direkt mit einer Bestzeit!
Im Ziel gibt es direkt eine Medallie und 20m weiter die Urkunde.
Zusätzlich zu dem Buff, den es schon mit der Startnummer gab. Der ganze Lauf hat doch nur 15 Euro gekostet und davon bekommt man noch 2 Euro wieder, wenn man die Startnummer abgibt! Der Lauf hat ein sensationelles Preisleistungsverhältnis! Kurz nach mir kommt Gerd M

Das Bild zeigt rechts Anke Libuda, die mich während der 25km wunderbar begleitet und das Tempo kontrolliert hat, weil ich in der Vorwettkampfaufregung leider meine Laufuhr vergessen hatte und und in der Mitte Roland Riedel, der zwischen Startnummernausgabe und den Siegerehrungen sich an den letzten Streckenposten stellte, um die Läufer für die letzten Kilometer zu versorgen und noch einmal zu motivieren.ertens, der Sieger ins Ziel und - welch glücklicher Umstand - ich bin der erste, der ihm zu seinem Sieg gratulieren darf. Danach geht es in die Kaue zum duschen.
Alleine das ist ein Erlebnis und eine Reise nach Bottrop wert!

Einfach klasse diese Veranstaltung mit ihren Organisatoren und Helfern!

Und nächstes Jahr komme ich natürlich wieder und hoffe trotz Meisterschaft am 25km-Wettbewerb teilnehmen zu können. Ich freue mich schon heute drauf

Michael

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Morgen findet also unsere erste deutsche Meisterschaft im 6 h-Lauf statt. Der 12. 6 h-Lauf in Troisdorf ist gleichzeitig auch die letzte Veranstaltung im Rahmen unserer Cupwertung 2012.

Traditionell ist die Schar der belgischen Starter in Troisdorf groß, mit dem Ausgang der DM haben die belgischen Lauffreunde aber natürlich nichts zu tun. Den Cup können sie, wie auch schon mehrfach geschehen, aber natürlich gewinnen.

Gert Mertens und Johan Watthy liefen in diesem Jahr beide schon über 83 km und zählen ganz sicher zu den Favoriten auf den Gesamtsieg.

Die derzeit Führenden der Dt. Bestenliste 2012, Matthias Dippacher und Jan Prochaska, sind nicht angemeldet. Nach den Vorleistungen des laufenden Jahres zählen Peter Kaminsky, Benedikt Strätling, Günter Marhold und Christoph Lux zu den heißen Titelaspiranten. Bei Benedikt wird es darauf ankommen, wie gut er sich von seinem 100 km-Debut vor vier Wochen erholt hat, das er mit einem dritten Platz bei der 100 km-DM beendete.

Mit Jörg Hooß ist auch der Dt. Vizemeister über 100 km 2012 am Start. In den letzten Jahren um die 80 km gelaufen sind auch Stefan Daum, Marjan-Jan Olejnik und Achim Zimmermann.

Ihr seht, das Männerfeld ist hochkarätig besetzt und es kann ein wirklich spannendes Rennen geben.

Nicht ganz so hoch ist die Leistungsdichte bei den vorangemeldeten Frauen. Pamela Veith, Tanja Hooß und Simone Durry gehören hier in den engsten Favoritinnenkreis. Melanie Straß lief im letzten Jahr knapp 70 km. Sie hat sich seitdem aber in allen Disziplinen gesteigert, mal sehen, wie sich das auf ihre 6 h-Leistung ausgewirkt hat. Allerdings mußte sie bei der 100 km-DM verletzt passen, wer weiß, wie weit sie sich wieder erholt hat. Ein Geheimtipp von Michael Irrgang ist die Wittener Triathletin Conny Dauben, die sich in der Ultramarathonszene noch keinen Namen gemacht hat, aber gerne aufs Treppchen laufen würde.

Wir wünschen allen StarterInnen einen spannenden Wettkampf - evtl. werde ich in unserem Forum in der zweiten Rennhälfte ab und zu Zwischenstände posten. Schaut einfach mal rein.

Wer kurzfristig noch in Troisdorf laufen will - Nachmeldungen sind vor Ort möglich.

 

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WM/EM im 24 Stundenlauf in Katowice/Polen
 
Am 08.-09.09.2012 fand im polnischen Katowice die 24 Stundenlauf Welt- und Europameisterschaft statt. Und man darf vorweg nehmen, dass es für die deutschen Teilnehmer die erfolgreichste WM/EM im 24 Stundenlauf werden sollte, die es bislang gab!
 
Das Deutsche Nationalteam reiste in diesem Jahr mit sehr starken Mannschaften nach Polen, sodass wir selbstbewusst und mit dem persönlichen Anspruch auf eine erstklassige Platzierung am Donnerstag angereist sind.
 
Bei den Männern waren am Start: Florian Reus (LG Würzburg), Michael Hilzinger (LG DUV), Michael Vanicek (LG Nord Berlin), Oliver Leu (LG Bremen-Nord), Patrick Hösl (LG DUV) und Kai Horschig (TSG Schopfheim)
 
Bei den Frauen waren am Start: Melanie Straß (LTF Marpingen), Antje Krause (USC Marburg), Marika Heinlein (1. FC Geesdorf), Heike Christ (LT Sulz am Eck) und Grit Seidel (LG Nord Berlin)
 
Teamleitung: Dr. Stefan Weigelt
 
Physiotherapeut: Gerald Mexner
 
Offizielle Betreuer waren: Heiko Krause, Bruno Heinlein, Heike Horschig, Andreas Gäckle und Wolfgang Olbrich
 
Weiterhin waren als Betreuer dabei: Grit Hilzinger mit Sohnemann, Florians Freundin Nicole und Ralf Weis
 
Untergebracht war das Deutsche Team im Silesian-Hotel, welches sich als wirklich gute Unterkunft herausstellte. Vor allem nachdem wir die Unterkünfte im vollen Athletendorf begutachtet hatten, wussten wir den dortigen Luxus wirklich zu schätzen.
 
Leider war die Organisation vor Ort nicht immer ganz fehlerfrei. Es begann bereits mit dem Technical Meeting am Freitag, also am Tag vor dem Rennen. Hier begann alles mit etwa einer Stunde Verspätung, weil der Veranstalter selber nicht auffindbar war. Die Unterlagen der Teilnehmer waren immer noch nicht vollständig und der gesamte Ablauf in Teilbereichen scheinbar immer noch unklar. Auch die Streckenlänge stand immer noch nicht gesichert fest und musste am Renntag morgens erneut offiziell vermessen werden. Sicherlich viele Dinge, die so bei der Ausrichtung einer WM/EM nicht sein dürfen.
 
Das alles konnte aber dem Deutschen Team die Laune nicht verderben. Alle Athleten/innen kamen ideal vorbereitet zur WM an. Topmotiviert und hochkonzentriert. Auch den anderen Nationen blieb das und die Vorleistungen, mit denen das deutsche Team in diesem Jahr angereist war, nicht verborgen. Somit hatten uns die anderen sicher auf der Rechnung, was die Platzierungen anging. Aber nicht nur das war für mich beeindruckend. Vielmehr beeindruckte die Stimmung im Deutschen Team. Soviel Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe habe ich wirklich nur sehr selten erleben dürfen. Es war vom ersten Zusammentreffen bis zum Abschied wirklich jeder für den anderen da. Wenn es jemandem im Rennen nicht gut ging wurde er/sie durch ALLE wieder unterstützt. Sei es durch die Betreuer am VP oder durch die anderen Athleten/innen auf der Strecke.
 
Während Stefan und ich am Technical Meeting teilnahmen fuhr das restliche Team zur Streckenbesichtigung, um sich dort auf die evtl. möglichen Schwachstellen einstellen zu können. Allerdings waren sich alle einig, dass die Strecke gut laufbar sein müsste, auch wenn stellenweise auf Kopfsteinpflaster zu laufen war. Ansonsten handelte es sich um eine als flach zu bezeichnende Runde (6,8 HM/Runde) mit einer Länge von 1544,87 Meter. Gelaufen wurde übrigens gegen den Uhrzeigersinn.
 
Nach dem Technial Meeting fand dann auch die „Flaggenparade“ statt. Leider quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit in einem für Nichtsportler nicht zugänglichen Gelände. Anschließend gab es dann noch eine Pasta-Party auf dem Flur und wir durften das wirklich gute Buffet dann im Stehen, bzw. im Sitzen auf der Tribüne mit dem Teller auf den Knien genießen…
 
Am Samstag dann der große Tag. Um 10 Uhr standen Busse bereit, mit welchen die Teilnehmer/Betreuer zur Laufstrecke gebracht werden sollten. Das grobe Gepäck wurde durch zwei Autos vom Team transportiert. Ralf war als erster vor Ort und sicherte gleich mal unseren Platz im Verpflegungszelt.
 
Wer schon mal bei so einer Veranstaltung dabei war weiß, dass dies sehr wichtig ist, denn es werden von anderen Teams schon mal gerne ein paar Zentimeter „herausgeholt“, indem man die Grenzmarkierungen ein wenig verschiebt! Während wir uns also im Zelt eingerichtet haben, konnten sich die Athleten/innen in Ruhe auf das Rennen vorbereiten und konzentrieren. Am Vorabend wurde bei einer ausführlichen Teambesprechung die Taktik durchgesprochen. Jeder Betreuer hatte einen oder zwei fest zugewiesene Athleten/innen. Diese wurden bei kurzer Abwesenheit der jeweiligen Betreuer persönlich an jemand anderes übergeben. Somit war eine lückenlose Versorgung der Athleten/innen jederzeit gegeben. Geplante Schlafpausen für die Betreuer gab es nicht und wurden auch nicht benötigt. Es waren wirklich alle die ganze Zeit für alle da! Das gilt natürlich auch für die Betreuer, deren Läufer/in aussteigen musste. Es kam diesen gar nicht in den Sinn, sich nun auch hinzulegen oder ähnliches. Selbstverständlich haben diese dann die anderen unterstützt, angefeuert oder sonstige Helferdienste übernommen!
 
Geplant war von allen ein ruhiger Beginn des Rennens. Schnell wurde der/die ein oder andere auf die eigentlich geplante Geschwindigkeit runtergebremst und alle waren unheimlich schnell im Rennen. Es passte wirklich alles hervorragend. Die deutschen Teilnehmer bewegten sich die ersten Stunden im hinteren Mittelfeld und ließen sich von den Rasern nicht beeindrucken. Alle hatten im Vorfeld diesbezüglich ihre Hausaufgaben gemacht. Lediglich der spätere Sieger Mike Morton aus den USA, der ebenfalls mit einem 4er-Schnitt das Rennen begann, konnte nachher eine Topplatzierung erreichen. ALLE anderen dieser mehrköpfigen Spitzengruppe musste entweder aussteigen oder so deutlich rausnehmen, dass diese im Rennverlauf keine Rolle mehr spielten!
 
Nach 6 Stunden kam dann der erste Schlag fürs Deutsche Team. Michael hatte sich auf der Strecke vertreten und musste behandelt werden. Während unser Physio Gerald die Tapes anlegen wollte, sackte Michael plötzlich weg. Es versagte der Kreislauf. Michael musste daraufhin länger durch eine Ärztin behandelt werden. Nachdem er dann auch noch Magenprobleme bekam, stand fest, dass ein Weiterlaufen leider nicht mehr möglich war. Bis dahin konnte er wie ein Uhrwerk seine Runden abspulen. Beeindruckt hat mich hier, dass er nach einer kurzen Auszeit auf einer Matte wieder zur Verpflegungsstelle kam, dort aushalf und die noch im Rennen befindlichen Mitglieder des Team ständig weiter anfeuerte!
 
Nach 13 Stunden bekam dann leider auch Kai Probleme, versuchte zwar noch mal anzulaufen, konnte aber leider das Rennen nicht mehr fortsetzen. Auch hier nach einer kurzen Pause auf der Matte das gleiche Bild, wie bei Michael!!!
 
Mittlerweile hatten sich die deutschen Teilnehmer/innen Stunde um Stunde nach vorne gearbeitet. Florian schickte sich so langsam an, auf eine Topplatzierung hinzulaufen. Er spulte seine Runden vollkommen gleichmäßig ab. Gegen Mitte des Rennens fingen auf einmal Patrick und Vanni an, ihre Geschwindigkeit sogar leicht zu erhöhen. Aber nicht nur das, sie hielten das auch bis zum Schluss durch!! Somit haben beide eine stärkere zweite Hälfte beim 24 Stundenlauf vorzuweisen! Und bringen damit den Beweis, dass dies auch bei einem 24 Stundelauf eine hervorragend Taktik ist. Denn beide konnten am Ende ihre persönlichen Bestleistungen erheblich steigern. Vanni wurde nach dem Rennen gefragt, was denn für ihn höher zu bewerten sei. Sein 3. Platz beim Spartathlon oder diese WM. Seine Antwort: „Natürlich diese WM. Bei einer Weltmeisterschaft mit dem Team den Titel zu holen und dabei mit einer neuen PB beitragen zu können ist für jeden Sportler das Größte!“
 
Leider musste nach 19 Stunden auch Oliver Leu aussteigen. Bis dahin zeigte er keinerlei Schwäche und spulte Runde um Runde sauber ab. Aber so ist das nun mal in einem 24 Stundenlauf. Natürlich auch bei Oli das gleiche Bild! Nach kurzer Verschnaufpause war auch er wieder an der Strecke!!!
 
Auch bei Grit stellten sich leider nach 8-10 Stunden Probleme ein. Sie blieb dennoch die gesamten 24 Stunden auf der Strecke. Musste zwar viel gehen, wollte aber dennoch soviel Kilometer wie möglich schaffen, um zumindest das Damenteam nach hinten abzusichern, denn schnell kann auch hier jeder Meter wichtig sein.
 
Nach etwa 21 Stunden dann plötzlich das Aus für Heike. Auch sie spulte bis dahin ihren Runden vollkommen planmäßig ab und lag auf Kurs neue PB. Leider sackte der Kreislauf dann vollkommen zusammen und Heike erlebte die letzten Stunden auf der Physioliege an der VP.
 
Nun war Marika an der Reihe den Bronze-Rang, den das Damenteam in der EM-Wertung zu diesem Zeitpunkt inne hatte, zu sichern. Auch Antje und Melanie hatten mittlerweile Probleme sich laufend fortzubewegen. Aber nachdem plötzlich die Schwedinnen sich anschickten ihnen die Bronzemedaille abnehmen zu wollen und nach 23 Stunden nur noch 1,5 km hinter unseren Frauen lagen, setze dies bei den Dreien ungeahnte Kräfte frei. Antje kam am VP an und fragte mich danach, wie oft sie sich von den Schwedinnen noch überholen lassen dürfe und ob der Bronze-Rang sicher sei. Als ich ihr sagte, dass der keinesfalls sicher ist und sie sich gar nicht mehr von einer Schwedin überholen lassen dürfe, entwich ihr ein kurzes: „Scheiße!“ und schon war sie im Sauseschritt wieder auf der Strecke. Auch Melanie teilte ich mit, dass sie nun wieder laufen müsse, wenn sie sich die Bronzemedaille nicht wegnehmen lassen will. Melanie lief daraufhin bis zum Ende durch, als wären die 23 Stunden vorher nicht gewesen! Marika war auch noch mal in der Lage, ihr Tempo deutlich zu erhöhen und so sicherten sie sich mit einer unglaublichen kämpferischen Leistung die Bronzemedaille in der EM-Wertung hinter Frankreich und Großbritannien sowie den 4 Rang weltweit!
 
Bei den Männern sah es eigentlich nach 22 Stunden danach aus, dass diese den EM-Titel sicher haben müssten, allerdings nach vorne keine Chance mehr wäre, hier noch anzugreifen. Zu diesem Zeitpunkt lag das deutsche Männerteam mehr als 8 Kilometer hinter den USA. Da aber alle konstant ihr Tempo halten konnten und die Amerikaner, außer der Führende Mike Morton, viel gehen mussten, konnten unsere Jungs diesen Abstand nach 23 Stunden auf 3 Kilometer verkürzen. Nun wurde unseren Athleten mitgeteilt, dass nun sogar der Weltmeistertitel erreichbar wäre. Auch die Amerikaner, die schräg gegenüber ihren Stand hatten bekamen das natürlich mit. Alle Betreuer in der „Boxengasse“ feuerten nun die Jungs an und alle drei waren in der Lage, nochmals zu forcieren. Die Amerikaner versuchten noch sich dagegenzustemmen, aber sie waren nicht in der Lage sich ernsthaft zu widersetzen. Florian, Vanni und Patrick konnten sogar 6 km mehr erlaufen in der letzen Stunde, als die drei US-Boys!!!! Sogar die Franzosen konnten mit einem fulminanten Endspurt an den USA vorbeikommen und sich den 2. Platz sichern!
 
Ihr merkt an meinen Zeilen, dass ich sehr emotional beteiligt war bei dieser WM. Ein nüchterner Bericht ist für mich da einfach nicht möglich. Aber ich denke mal, dass das nachvollziehbar ist.
 
Hier nun die kompletten Einzelleistungen unserer Athleten/innen:
 
Rang
 M/W
Gesamt
- Rang
Nachname, Vorname
Verein
Nat.
Jg.
AK
Ø Geschw. km/h
Leistung
2
2
 Reus, Florian
LG Würzburg
GER 
1984
MHK
10.905
261.718 km 
7
7
 Vanicek, Michael
LG Nord Berlin
GER 
1968
M40 
10.492
251.799 km 
14
14
 Hösl, Patrick
LG DUV
GER 
1973
M35 
10.247
245.939 km 
11
52
 Straß, Melanie
LTF Marpingen
GER 
1975
W35 
9.282
222.774 km 
13
63
 Krause, Antje
USC Marburg
GER 
1972
W40 
9.066
217.592 km 
18
73
 Heinlein, Marika
1. FC Geesdorf
GER 
1962
W50 
8.786
210.854 km 
30
101
 Christ, Heike
LT Sulz am Eck
GER 
1969
W40 
8.302
199.257 km 
75
107
 Leu, Oliver
LG Bremen Nord
GER 
1974
M35 
8.214
197.131 km 
58
165
 Seidel, Grit
LG Nord Berlin
GER 
1970
W40 
7.176
172.232 km 
123
197
 Horschig, Kai
TSG Schopfheim
GER 
1966
M45 
6.025
144.605 km 
147
240
 Hilzinger, Michael
LG DUV
GER 
1960
M50 
2.704
64.884 km 
 
 
Hier die Top Ten weltweit (Männer):
 
Rang
Nachname, Vorname
Nat.
Jg.
AK
Ø Geschw. Km/h
Leistung
1
 Morton, Michael
USA 
1971
M40 
11.564
277.543 km 
2
 Reus, Florian
GER 
1984
MHK 
10.905
261.718 km 
3
 Dilmi, Ludovic
FRA 
1965
M45 
10.742
257.819 km 
4
 Abiko, Ryo
JPN 
1975
M35 
10.645
255.487 km 
5
 Sawicki, Piotr Pawel
POL 
1974
M35 
10.587
254.093 km 
6
 Tomppo, Jari
FIN 
1966
M45 
10.510
252.250 km 
7
 Vanicek, Michael
GER 
1968
M40 
10.492
251.799 km 
8
 Fontaine, Emmanuel
FRA 
1968
M40 
10.464
251.128 km 
9
 Zemtsov, Andrey
RUS 
1964
M45 
10.436
250.459 km 
10
 Radzikowski, Andrzej
POL 
1981
MHK 
10.409
249.809 km 
 
Hier die Top Ten Europa (Männer):
 
Rang
Nachname, Vorname
Nat.
Jg.
AK
Ø Geschw. Km/h
Leistung
1
 Reus, Florian
GER 
1984
MHK 
10.905
261.718 km 
2
 Dilmi, Ludovic
FRA 
1965
M45 
10.742
257.819 km 
3
 Sawicki, Piotr Pawel
POL 
1974
M35 
10.587
254.093 km 
4
 Tomppo, Jari
FIN 
1966
M45 
10.510
252.250 km 
5
 Vanicek, Michael
GER 
1968
M40 
10.492
251.799 km 
6
 Fontaine, Emmanuel
FRA 
1968
M40 
10.464
251.128 km 
7
 Zemtsov, Andrey
RUS 
1964
M45 
10.436
250.459 km 
8
 Radzikowski, Andrzej
POL 
1981
MHK 
10.409
249.809 km 
9
 Sørstad, Gjermund
NOR 
1979
MHK 
10.324
247.787 km 
10
 Harruis, Jean-Francois
FRA 
1959
M50 
10.323
247.762 km 
 
Hier die Top Ten weltweit (Frauen):
 
Rang
Nachname, Vorname
Nat.
Jg.
AK
Ø Geschw. km/h
Leistung
1
 Dimitriadu, Michaela
CZE 
1973
W35 
10.176
244.232 km 
2
 Gardner, Constance
USA 
1963
W45 
10.016
240.385 km 
3
 Gelder, Emily
GBR 
1975
W35 
9.953
238.875 km 
4
 Nissen, Cecile
FRA 
1972
W40 
9.772
234.524 km 
5
 Bon, Suzanna
USA 
1964
W45 
9.628
231.074 km 
6
 Grundahl, Anna
SWE 
1976
W35 
9.579
229.890 km 
7
 Sheahan, Ruthann
IRL 
1975
W35 
9.556
229.346 km 
8
 Gonzalez Garcia, Cristina
ESP 
1984
WHK 
9.438
226.518 km 
9
 Lundblad, Anne
USA 
1966
W45 
9.298
223.160 km 
10
 Vernet, Anne-Marie
FRA 
1967
W45 
9.293
223.026 km 
 
Hier die Top Ten Europa (Frauen):
 
Rang
Nachname, Vorname
Nat.
Jg.
AK
Ø Geschw. km/h
Leistung
1
 Dimitriadu, Michaela
CZE 
1973
W35 
10.176
244.232 km 
2
 Gelder, Emily
GBR 
1975
W35 
9.953
238.875 km 
3
 Nissen, Cecile
FRA 
1972
W40 
9.772
234.524 km 
4
 Grundahl, Anna
SWE 
1976
W35 
9.579
229.890 km 
5
 Sheahan, Ruthann
IRL 
1975
W35 
9.556
229.346 km 
6
 Gonzalez Garcia, Cristina
ESP 
1984
WHK 
9.438
226.518 km 
7
 Vernet, Anne-Marie
FRA 
1967
W45 
9.293
223.026 km 
8
 Straß, Melanie
GER 
1975
W35 
9.282
222.774 km 
9
 Esnaola Agesta, Eva Maria
ESP 
1960
W50 
9.091
218.172 km 
10
 Krause, Antje
GER 
1972
W40 
9.066
217.592 km 
 
Teamwertung Männer WM:
 
Gold und damit Weltmeister: Deutschland mit 759,457 km (Reus, Vanicek, Hösl)
Silbermedaille: Frankreich mit 756,710 km (Dilmi, Fontaine, Harruis)
Bronzemedaille: USA mit 754,786 km (Morton, Lewis, Fejes)
 
Teamwertung Frauen WM:
 
Gold und damit Weltmeisterinnen: USA mit 694,620 km (Gardner, Bon, Lundblad)
Silbermedaille: Frankreich mit 666,503 km (Nissen, Vernet, Bouly)
Bronzemedaille: Großbritannien mit 666,461 km (Gelder, Martin-Consani, Law)
 
Hier sieht man mal, dass jeder Meter zählt! Am Ende entscheiden hier nach 24 Stunden gerade mal 42 Meter!!!
 
Deutschland erreicht hier einen ausgezeichneten 4. Rang mit 651,221 km (Straß, Krause, Heinlein)
 
Teamwertung Männer EM:
 
Gold und damit Europameister: Deutschland mit 759,457 km (Reus, Vanicek, Hösl)
Silbermedaille: Frankreich mit 756,710 km (Dilmi, Fontaine, Harruis)
Bronzemedaille: Polen mit 741,267 km (Sawicki, Radzikowski, Szynal)
 
Teamwertung Frauen EM:
 
Gold und damit Europameisterinnen: Frankreich mit 666,503 km (Nissen, Vernet, Bouly)
Silbermedaille: Großbritannien mit 666,461 km (Gelder, Martin-Consani, Law)
Bronzemedaille: Deutschland mit 651,221 km (Straß, Krause, Heinlein)
 
Hier finden sich alle Ergebnisse: http://www.run24.eu/en,results,2.html
 
 
 
Herzlichen Glückwunsch!
 
Wolfgang Olbrich, Präsident (komm.) / Sportwart
 

 

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Bei den 24 h World- und European Championchips haben die deutschen Ultramarathonis eine superstarke Leistung "abgeliefert".
 
Allen voran wurde der Dt. Meister Florian Reus mit 261,718 km und neuer persönlicher Bestleistung Vize-Weltmeister und Europameister!
Das Männerteam mit Florian Reus, Michael Vanicek und Patrick Hösl an der Spitze sicherte sich zudem sowohl den Welt- als auch den Europameistertitel.
Bronze in der Europawertung errang das Frauenteam mit Melanie Strass, Antje Krause und Marika Heinlein an der Spitze.
 
Hier noch die weiteren Einzelergebnisse:
 
Michael Vanicek 251 799,94
Patrick Hösl 245 939,33
Melanie Strass 222 774,28
 Antje Krause 217 592,80
 Marika Heinlein 210 854,32
 Heike Christ 199 257,36
Oliver Leu 197 131,49
Grit Seidel 172 232,57
Kai Horschig 144 605,91
Michael Hilzinger 64 884,54 (nach 6:16 h)

 
 
Wir sagen: DAS WAR SPITZE!
 
Erholt Euch gut und kommt gesund nach Hause!
 
Sämtliche Ergebnisse auf der Seite der IAU
  
 
 
Das dt. Team - Foto Wolfgang Olbrich

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Sonnenschein in Berlin sorgt für neue Bestzeiten
XXXII. Internat. 100km-Lauf Grünheide/Kienbaum

Michael Irrgang, 27.3.2012
Bilder von Michael Irrgang und Harry Schlegel

Der Veranstaltungsname verrät bereits: Dieser 100km-Lauf hat Tradition! Auch wenn er nicht schon immer im Bundesleistungszentrum in Berlin-Kienbaum auf der vielen Läufern wohlvertrauten 5km-Runde und noch viel seltener bei herrlichem Sonnenschein stattgefunden hat.


Dieses Jahr gingen 55 Läufer und Läuferinnen an den Start über die 100km-Distanz, der zeitgleich mit dem über 50 km pünktlich um 6:30 Uhr nach ein paar Grußworten des Hauptorganisators Gerd Schlarbaum erfolgte. Im Feld befanden sich zahlreiche 24h-Stundenlaufexperten, die den Lauf zum „Formtest auf der Unterdistanzstrecke“ oder einfach so als Trainingseinheit für zukünftige Wettbewerbe nutzten. Die meisten von ihnen hatte ich seit der Weltmeisterschaft in Brive vor 2 Jahren nicht mehr gesehen und so war die Wiedersehensfreude groß.


Leider konnte ich aufgrund einer Krankheit nicht selbst laufen, sondern beschränkte mich darauf, Simone Durry, die angetreten war, eine neue Bestzeit aufzustellen, zu betreuen.


Da es noch ein bisschen frisch war, wanderten Grit Seidel und ich einmal die gesamte Strecke ab, um zu sehen, wie sich das Feld sortiert und um die Läuferinnen und Läufer anzufeuern. Als erstes stürmte uns einem Führungsfahrzeug folgend Johannes Haßlinger aus Nienburg entgegen. Der letztjährige Zweite über 100km lief ein einsames Rennen und siegte souverän über 50 km. Anschließend folgte eine Gruppe um Margitta Schneider und Heike Pawzik, die von dem Angebot Gebrauch gemacht hatten, bereits eine Stunde eher zu starten, da das 12-Stunden-Zeitlimit für viele langsamere Läufer, die Freude an dieser Distanz haben, doch recht knapp sind. Nach weiteren 50km-Läufern kam Oliver Leu, der von Anfang an couragiert rannte, dann ein Verfolgerduo und schließlich folgte eine schnatternde Männergruppe, wie man es sonst nur von einem Rudel Frauen in Lauftreffs erwartet hätte! Darunter waren die beiden Berliner Jan Prochaska, der erst eine Woche zuvor einen fabelhaften 6-Stundenlauf hingelegt hatte und eigentlich langsam laufen wollte und Michael Vanicek, der trotz kürzlich erfahrener Nachwuchsfreuden gut vorbereitet war und eigentlich schnell laufen sollte, aber die Geschichten, die sie mit Ralf Weis, der nach langer verletzungsbedingter Laufabstinenz ein gutes Comeback feierte und Kai Horschig, der extra vom weitest entfernten Ort von Berlin, aus Lörrach bei Basel, angereist war, austauschten, fesselten die Zweckgemeinschaft zusammen. Erst etwa nach 20 km lösten sich „Vanni“ und Sven Eppelsheimer aus der Gruppe und machten sich auf die Jagd um Platz zwei, der etwa 9 Minuten und 2 Plätze vor ihnen lag. Unerreichbar weit weg schien Oliver. Bei km 50 hatte er eine 3:40 und 15 Minuten Vorsprung stehen, aber auch auf der zweiten Hälfte lief er nur wenig langsamer werdend zu einem ungefährdeten Sieg in neuer persönlicher Bestzeit von 7:29:41.


Auch im Frauenrennen fiel etwa bei km 20 eine Vorentscheidung. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Simone Durry, Petra Neumann und Lokalmatadorin Annett Bahlcke, die an diesem sonnigen Tag auch die einzigen Finisherinnen werden sollten, gleichauf. Dann löste sich Simone und konnte ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauen, während sich Petra und Annett ein spannendes Kopf- an Kopf-Rennen lieferten. Beide liefen gemeinsam bei km 95 über die Zeitmessmatte und hatten ihre Ziele Spartathlonquali und neue PB längst erreicht. Dennoch legte Petra noch einen tollen Endspurt hin und erreichte in 9:18 als Zweite das Ziel. Simone lief ein perfektes Rennen, unbeirrt von Sonne und Konkurrenz spulte sie Runde um Runde ab. Ab km 60 bekam sie leichte Probleme und investierte jede Runde ein bisschen Zeit in Dehnübungen. Am Ende konnte sie sich dann mächtig über eine Zeit von unter 9 Stunden freuen. Sie hatte ihre alte Bestzeit um genau 40 Minuten verbessert!


Vermutlich sind an diesem Wochenende noch weitere Bestzeiten gefallen, denn nach einem trainingsoptimalen Winter und guten Wettkampfbedingungen, war die Gelegenheit günstig.


Bei dieser Veranstaltung lief übrigens Christel Kunze in 9:09:53 h als erste deutsche Frau in dieser Altersklasse 50 km und damit einen deutschen AK-Rekord. Glückwunsch!


Wer übrigens meint, meine Trainingstipps seien etwas hart, sollte sich einmal die Zwischenzeiten von 24h-Nationalteammitglied Patrick Hösl etwas genauer anschauen: Nachdem er die ersten 50 km in 4:50h ausgesprochen langsam lief, folgte das erste 5 km-Intervall in 20:21 min! Nur unwesentlich langsamer wurden dann die folgenden 5km-Intervalle bei km 70 und 90 absolviert, dazwischen 15km mittelschnelles Tempo! Zur Nachahmung empfohlen, meinte er dazu.


Der Tag wurde dann durch eine schöne Siegerehrung abgeschlossen, an der leider, aber verständlicher Weise nicht mehr alle Teilnehmer anwesend waren. Schön war, dass alle Teilnehmer eine Rose bekamen; auch die, die nicht finishen konnten. „Das nächste Mal klappt es bestimmt“, versicherte Gerd Schlarbaum ihnen zuversichtlich und sprach damit sicherlich auch die an, die zwar gefinished, aber ihre persönlichen Ziele dennoch nicht erreicht haben.
Einziger Kritikpunkt aus meiner Sicht war die Platzierung der Versorgungsstellen. Dort, wo früher der Start und die Versorgung war, war diesmal nur die Versorgung. Start, aktuelle Zwischenzeiten, Ergebnislisten, die Wasserstelle und der wieder einmal gut gelaunte und bestens informierte Streckensprecher Ecky Broy, der den 100km-Lauf in Kienbaum übrigens 1992 in 7:47 gewonnen hatte, gab es etwa auf der Höhe, wo die Startnummernausgabe ist. Diese Aufteilung hatte zwei Nachteile: Erstens kriegte man als Betreuer in der Verpflegungszone von der Stimmung und den Zwischenzeiten kaum etwas mit, weil natürlich sich alle Leute im Start-Ziel-Bereich aufhielten und zweitens war der Abstand zwischen Versorgung- und Wasserstelle mit 3,5km ziemlich lang. Besser wäre die Versorgung ebenfalls im Zielbereich zu positionieren und die Wasserstelle irgendwo in der Mitte der Strecke.

Ansonsten Kompliment an das Orgateam! Die viele Routine steht manchmal der Herzlichkeit im Wege, nicht jedoch in Berlin! Und so lohnt sich ein Wochenende im März in der Bundeshauptstadt sicherlich auch zukünftig.
 

24h-Laufexperten unter sich: Jan Prochaska, Ralf Weis und Kai Horschig

Simone Durry, Michael Irrgang, Oliver Leu

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Nachdem wir einen Bericht von Gunla Eberle in der ULTRAMARATHON hatten, war dort kein Platz mehr für den von Klaus Schulz. Deshalb wir veröffentlichen wir ihn an dieser Stelle.

 

                             24 Stunden Dettenhausen   -  Schwaben unter sich

Nachdem der 12+24-Stundenlauf von Berlin wegen zu geringer Teilnehmerzahl abgesagt wurde, habe ich mich nach einer Alternative umgesehen und dabei den 24-Stunden-Lauf von Dettenhausen entdeckt. Für mich hatte dieser Lauf den Vorteil, daß ich ihn mit einer Besuchstour bei Bekannten und Freunden in Süd-deutschland verbinden konnte, da Dettenhausen etwa 20 km südlich von Stuttgart (im Landkreis Tübingen) liegt und ich wegen des Laufs sowieso in Süddeutschland war. Übernachtet habe ich in einem vom Veran-stalter schon am Freitagabend aufgestellten Mannschaftszelt. Man kann auch im Umkleideraum des neben dem Sportplatz befindlichen Sportheims übernachten. Eine Sport- oder Turnhalle ist nicht vorhanden

Der Lauf fand im Rahmen einer sportlichen Veranstaltung des Ortes Dettenhausen statt, die unter dem Motto Dettenhausen bewegt sich stattfand und bei der es dem Veranstalter vor allem darauf ankam, möglichst  viele Einwohner der Ortschaft und der Umgebung an diesem Sportereignis teilhaben zu lassen. Unter die-sem Gesichtspunkt waren insbesondere viele Staffel-Mannschaften dabei - mit Mitgliedern aus dem Ort oder der unmittelbaren Nachbarschaft. Sie haben auch wie die Einzelläufer 24 Stunden absolviert. Entsprechend dem oben genannten Motto waren in den Staffel-Mannschaften auch Kinder und Jugendliche mit dabei. Diesen Staffeln galt das Hauptaugenmerk des Veranstalters. Die Einzelläufer waren eine Beigabe, um die man sich schon ausreichend gekümmert hat. Da es aber eine lokale Sportveranstaltung bleiben soll, ist die Anzahl der Einzelläufer auf etwa 15 bis 20 begrenzt. Mehr verkraftet der Veranstalter nicht.

Zum Lauf wäre noch folgendes zu sagen: Es war die siebente Veranstaltung. Start war um 10 Uhr. Der Rundkurs ist etwa 1,6 km lang und beinhaltet zuerst eine Stadionrunde und verläuft dann im wesentlichen auf abgesperrten öffentlichen Straßen. Etwa 300 Meter nach der Stadionrunde  kommt dann ein etwa 400 Meter langer Weg, der am Waldrand entlang führt und einen unregelmäßigen Grasbewuchs aufweist. Schnelle Läufer sind deswegen nachts zum Teil mit Stirnlampe gelaufen. Danach kam wieder öffentliche, asphaltierte Straße. Die Rundstrecke weist zwei Steigungen auf, die insgesamt etwa sechs Höhenmeter ergeben und die auf dem Streckenteil am Waldrand wieder gut gemacht werden. Der Lauf hat kein IAU-Label und ist nicht bestenlistenfähig. Für die Teilnahme am Lauf wird kein Startgeld erhobendas bedeutet, daß man sich selbst verpflegen muß. Entsprechend bestand die Läuferverpflegung im wesentlichen aus Wasser und  nach einiger Zeit gab es Bananen, Waffeln und Äpfel. Deswegen eignet er sich nicht für ambitionierte Ultraläufer, die Wert auf eine anerkannte Platzierung legen. Als Trainingslauf in harmonischer und netter Umgebung, bei dem es nicht auf die Kilometer und die Platzierung ankommt, ist er gut geeignet. Hinzu kommt noch, daß kurz vor Schluß die letzte Runde gemeinsam von allen Teilnehmern gegangen wird. Die Zähler saßen auf der Ladefläche eines LKWs - vier für die Einzelläufer und zwei für die Staffelläufer. Die Staffelläufer wurden zum Teil von ihren Kameraden oder Zuschauern, die auf der nur durch einen schmalen Grünstreifen von der Laufstrecke getrennten Terrasse des Sportheimes saßen und sich vergnügten, begeistert gefeiert. Aber auch so mancher Einzelläufer bekam ein aufmunterndes Wort. In allem war es ein Lauf in einer herzlichen und freundlichen Atmosphäre

Das Wetter war sommerlich warm bis heiß und auch die Sonne meinte sich ins Zeug legen zu müssen. Das hatte zur Folge, daß Nikolaios Adam nach knapp fünf Stunden wegen einer Sonnenallergie aufgeben mußte. Die übrigen Ultraläufer - 17 gesamt – haben durchgehalten. Es waren außer dem Verfasser noch drei  weitere bekannte Gesichter aus der Ultraszene dabei. Insgesamt haben an dem lokalen Sportereignis 118 Läufer teilgenommen. Je nach Sonnenstand war der Weg am Waldrand schattig – ansonsten gab es nur hin und wieder Schatten durch Bäume.

Mit 165,24 km wurde Klaus Wanner Erster gefolgt vom Lokalmatador Sven Bökholt aus Holzgerlingen – ebenfalls im Landkreis Tübingen gelegen. Wie schon im Titel angedeutet, war es im wesentlichen eine lokale Sportveranstaltung und entsprechend waren auch die Platzierungen. Deswegen spare ich mir die Auflistung weiterer Namen und Kilometer. Es sei nur noch erwähnt, daß die beste Staffel etwas über 300 km geschafft hat und damit den Wanderpokal der Firma Motzer Fenster, die auch den LKW zur Verfügung gestellt hat, zum wiederholten Mal erlaufen hat.

Nach Schluß der Veranstaltung gab es im Restaurant, das zum Sportheim gehört, ein Frühstücksbuffet, das 8,50€ kostete. Da konnte man seine Kohlenhydratspeicher wieder ordentlich auffüllen.

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