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dm6std kEin Beitrag von Jörg Stutzke

Zur dritten Deutschen Meisterschaft der DUV im 6-Stunden-Lauf boten die Veranstalter vom gastgebenden TSV Otterndorf um Norbert Sadatzki ein Musterbeispiel für gelungene Wettkampforganisation. Von Startnummernausgabe bis Siegerehrung blieben keine Wünsche offen, ein großes Feld an Helfern betreute ein großes Feld von zum Teil weit angereisten Sportlern.

Im Feld der 32 Frauen hatte die Titelverteidigerin Pamela Veith (TSV Kusterdingen) zugleich die Favoritenrolle inne und wurde dieser souverän gerecht. Mit 72,788 km konnte sie die stark laufende Silke Gielen (Harburger SC; 67,111km) sowie Ilka Friedrich (LC BlueLiner) mit 65,720km deutlich auf Distanz halten. Neben einem neuen Streckenrekord durch die Siegerin ist auch ein neuer deutscher Altersklassenrekord in der AK W60 durch Monika Belau mit 64,429km zu vermelden.

Der Meldeliste nach zu urteilen und bei hervorragenden äußeren Bedingungen war im Männerrennen mit sehr guten Leistungen in einer großen Breite zu rechnen. Sowohl der Rennverlauf als auch das Endergebnis enttäuschten nicht. Der Vorjahreszweite Adam Zahoran (LG Bamberg)erlief sich 85,606 km und konnte damit seiner Titelliste den des Deutschen Meisters im 6-Stnden-Lauf hinzufügen. Dabei lief er sein Rennen sehr klug, ließ sich auch vom hohen Anfangstempo einiger Protagonisten nicht zur Aufgabe seiner Renntaktik verleiten. Neben dem Titelgewinn verbucht er damit auch den Spitzenplatz der Deutschen Bestenliste 2015. Doch auch der zweitplazierte Tobias Hegmann (TSG Kleinostheim) konnte sein Leistungsvermögen eindrucksvoll unter Beweis stellen. Seine 84,214 km bedeuten Rang zwei sowie unter den Spitzenläufern die gleichmäßigste Tempogestaltung. Das lässt für die kommende Saison auf eine interessante Zeit über 100km hoffen. Für Jan-Hendrik Hans (LG Wettenberg) blieb am Ende mit 79,582 km Rang drei, was wohl auch dem erst kürzlich absolvierten Start bei der 100 km WM in Winschoten zuzuschreiben ist. Wenngleich nicht bis zu Ende gelaufen, verlangt ein Rennen auf diesem Niveau offensichtlich doch eine deutlich längere Regenerationsphase.

Das Salz in der schmackhaften Suppe einer Meisterschaft sind die Teamwertungen. Hier lieferten sich im Frauenrennen der Harburger SC und die Damen vom LC BlueLiner ein Kopf-an-Kopf-Rennnen, das wirklich erst auf den letzen (Kilo-)Metern entschieden wurde. Bis Rennstunde 5 lagen die Teams gleichauf, am Ende hatten die Harburger Damen das bessere Ende für sich. Auf Rang drei lief das Team der Ultrafriesen ein. In der Seniorinnenwertung ergab sich bei den ersten beiden Teams die gleiche Reihenfolge.

Das Mannschaftsrennen der Männer wurde nach dem „Platzen“ des Wettenberger Teams eine klare Angelegenheit für das junge Trio des LG Nord Berlin Ultrateams. Benjamin Brade, Alexander Dautel und Enrico Wiessner laufen alle drei noch in der Männerhauptklasse und geben durch gute Einzelleistungen ebenfalls Hoffnung auf eine weitere Verjüngung in der deutschen Spitze der „kurzen Ultras“. Rang zwei und drei waren hart umkämpft, hier konnten sich die Männer vom LC BlueLiner mit knapp 800m Vorsprung den Silberrang vor dem Team des SV Schwindegg sichern. Im Feld der immerhin sechs Seniorenmannschaften behauptete sich mit klarem Vorsprung der SV Schwindegg. Auch hier war der Platz zwei hart umkämpft, knapp 700m lagen am Ende zwischen Rang zwei der Läufer des 100 Marathon Club und den drittplatzierten des LG Nord Berlin Ultrateams.

Alle Ergebnisse unter:  Ergebnisse der 3. Deutschen Meisterschaft im 6-Stunden-Lauf

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