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Ozon kann krank machen. Symptome wie Tränenreiz, Schleimhautreizungen in Rachen, Hals und Bronchien, Kopfschmerzen, verstärkter Hustenreiz, Verschlechterung der Lungenfunktion können bei längerer sportlicher Betätigung im Freien bei hohen Ozonkonzentrationen in der Außenluft auftreten.

Nachdem im Jahr 2008 über eine Häufung von Blinddarmentzündungen in Kanada bei erhöhten Ozonwerten in der Umbgebungsluft berichtet werden konnte, wurden nun alarmierende Daten in einer amerikanischen Studie zu dem Einfluss von Ozon auf Erkrankungen der Atemwege erhoben. Eine im ‚New England Journal of Medicine’ veröffentlichte Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Menschen, die in Gegenden mit einer hohen Konzentration von Ozon in der Umgebungsluft leben, häufiger an Atemwegserkrankungen sterben.

Ozon bildet sich in Erdnähe durch eine chemische Reaktion von Stickstoffdioxid und Sauerstoff unter dem Einfluss von UV-Strahlen. Typischerweise steigt die Ozonkonzentration während sonniger Tage an und zwar dort am meisten, wo fossile Brennstoffe zur Energiegewinnung herangezogen werden.

In Deutschland wird die Ozonkonzentration in µ/m³ angegeben, in Amerika in Parts per Billion (ppb), wobei 1 ppb etwa 2 µ/m³ entspricht. Hier gelten Konzentrationen von 180 µg/m³ (90 ppb) als so genannte Informationsschwelle, die Alarmschwelle liegt bei 240 µg/m³ (120 ppb). Die Konzentrationen der Stickoxide ist in den vergangenen acht Jahren in unserem Land nicht nennenswert gesunken.

In der Studie, in der seit 1982 mehr als 1,2 Millionen amerikanische Staatsbürger teilgenommen haben, wurden insgesamt 20 Risikofaktoren berücksichtigt. 449.000 der Befragten lebten in Gebieten, in denen eine regelmäßige Kontrolle der Ozonwerte durchgeführt wurde. Es zeigte sich, dass für diese Menschen bei einer mittleren Ozon-Konzentration von 57,5 ppb (115 µg/m³) das Risiko, an einer Erkrankung der Atemwege zu sterben, auf das Zwei- bis Dreifache anstieg. Das Risiko war zudem abhängig von der Feinstaubbelastung der Luft.

In Deutschland sind die mittleren Ozonkonzentrationen deutlich niedriger als in den Ballungsgebieten der amerikanischen Ostküste.

Nicht untersucht wurde, ob eine längere körperliche Belastung unter erhöhten Ozonwerten zu einer weiteren Steigerung des Risikos führt, an einer Atemwegserkrankung zu sterben. Gerade diese Frage ist für Ausdauersportlerinnen und -sportler natürlich sehr wichtig. Weitere Fragezeichen gibt es hinter den Untersuchungsergebnissen. Die Gesamtsterblichkeit war laut Studie unabhängig vom Ozon. Auch ein Einfluss von Ozon auf Herz-Kreislauferkrankungen war nicht nachweisbar.

Übrigens werden die Höchsten Ozonkonzentrationen nicht in den verkehrsreichen Innenstädten, sondern eher in den Vororten gemessen, was auf die Luftbewegung und auf die verzögerte Bildung von Ozon zurückzuführen sei.

Quelle:
N Engl J Med 2009; Volume 360:1085-1095
Long-Term Ozone Exposure and Mortality
Michael Jerrett, Ph.D., Richard T. Burnett, Ph.D., C. Arden Pope, III, Ph.D., Kazuhiko Ito, Ph.D., George Thurston, Sc.D., Daniel Krewski, Ph.D., Yuanli Shi, M.D., Eugenia Calle, Ph.D., and Michael Thun, M.D.

Bild: Maria Lanznaster/PIXELIO

Weitere Informationen zu Ozon:
Wikipedia

Umweltbundesamt

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