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Die DUV hatte sich in der Mitgliederzeitschrift ULTRAMARTHON bereits mit dem Themenschwerpunkt „Sport und Krebserkrankungen“ beschäftigt. Auch im im Deutschen Ärzteblatt ist ein Report zum Thema erschienen. Mit der Überschrift: „Sport ist so wichtig wie ein Krebsmedikament“ (Siegmund-Schultze, Nicola: Dtsch Arztebl 2009; 106(10): A-444)

In diesem Report, der hier auch vorgestellt werden soll, werden die beiden wichtigen Bereich „Krebsprävention durch Sport“ und „Sport in der Krebstherapie“ aufgegriffen.
Mittlerweile kann die vorbeugende Wirkung einer regelmäßigen sportlichen Belastung hinsichtlich bösartiger Erkrankungen als gesichert gelten.

Hierzu einige Fakten:

  • Eine Stunde schnelles Gehen pro Tag senkt das Gesamtrisiko, an Krebs zu erkranken, um 16 Prozent
  • Fünf bis sechs Stunden Bewegung pro Woche führt zu einer Absenkung des Darmkrebsrisikos um 25 Prozent.
  • Vier Stunden moderate Bewegung pro Woche Risikoreduktion um 23 Prozent bei Brustkrebs und um 47 Prozent bei intensiverer regelmäßiger BelastungJe mehr Bewegung, desto höher die Risikoreduktion

Diese Effekte sind vermutlich auf die Verminderung des Körperfettes und auf die Verschiebung von Hormonen, die in den Zuckerstoffwechsel eingreifen, zurückzuführen.

Wie verhält es sich mit Menschen, die an Krebs leiden? Dürfen sie Sport treiben oder könnte sich eine regelmäßige Bewegung ungünstig auswirken? Bis in die 90er-Jahre hat es falsche Ängste gegeben, körperliche Aktivität könne das Tumorwachstum fördern und die Wirkung einer Chemotherapie negativ beeinflussen. Seitdem haben sich jedoch Sport- und Bewegungsprogramme als unterstützende Maßnahme während oder unmittelbar nach der Krebsbehandlung durchgesetzt. Wie kam es dazu?

Eine besonders günstige Auswirkung von Sport bei Krebserkrankten ergab sich auf die chronischen Erschöpfungszustände, die die Patienten in Alltagsaktivität und Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Regelmäßiger Ausdauersport wie moderates Fahrradtraining erhöht – im Gegensatz zu sportlicher Höchstleistung – die Reaktionsfähigkeit von körpereigenen Abwehrzellen. Außerdem bessern sich Leistungsfähigkeit (Herzfrequenz, Laktatkonzentration nach Belastung), Müdigkeit, psychische, psychosoziale Befindlichkeit wie Ängstlichkeit oder Unsicherheit in Sozialkontakten. Das belegen unter anderem Studien der Charité in Berlin, wo direkt nach einer Hochdosischemotherapie und Stammzelltransplantation, also noch während des stationären Aufenthalts, das Training mit einem im Bett installierten Fahrradergometer begonnen wurde.

Ein weiteres großes Problem von Tumorkranken ist die übermäßige Gewichtsabnahme (Tumorkachexie). Diese galt immer als nicht beeinflussbar und führt zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität und zu einem früheren Sterben. Es konnte nun gezeigt werden, dass Krafttraining dieser Entwicklung effektiv entgegen wirkt und sogar zu einem Muskelaufbau führt. Die Muskelkraft kann durch isometrische und konzentrische Bewegungen in einer submaximalen bis maximalen Belastungsintensität um 20 Prozent erhöht werden – das ist eine gute Nachricht für die Betroffenen.

Der Originalbericht ist hier einsehbar.

Bild: Dieter Schütz/PIXELIO

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