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DUV 6 H 2026 1

 
Schwindegg erlebt stärkste 6-h-DM der DUV seit zehn Jahren

Fünf Männer über 80 Kilometer, eine Debütantin, die auf Anhieb die 80-Kilometer-Marke knackt, und ein Weltrekord in der M70: Bei der Deutschen Meisterschaft der DUV im 6-Stunden-Lauf in Schwindegg fielen am Samstag, 17.10.26, Leistungen, wie es sie zuletzt vor zehn Jahren gab. Die Titel gingen an Lukas Kley (TV Refrath) und Maria Elisa Legelli (Munich Athletics).

Nürnberg, 2. April 2016. Auf dem Rundkurs an der Wöhrder Wiese läuft Nele Alder-Baerens ihr erstes Rennen über mehr als 50 Kilometer. Nach sechs Stunden stehen 82,998 Kilometer in der Ergebnisliste, ein neuer deutscher Rekord und Platz vier im Gesamtklassement. Bei den Männern gewinnt Adam Zahoran mit 87,991 Kilometern. Insgesamt laufen an diesem Tag neun Athleten über 80 Kilometer, acht Männer und eine Frau. Eine DM mit mindestens fünf Männern jenseits dieser Marke hat es seitdem nicht mehr gegeben – bis 2026 in Schwindegg.

Perfekte Bedingungen, Blasmusik und ein voller Rundkurs

Die Voraussetzungen hätten kaum besser sein können. Bei Temperaturen zwischen 11 und 14 Grad gingen beim 9. VR-Bank 6h-Lauf mehr als 150 Läuferinnen und Läufer an den Start. Eine Blaskapelle führte das Feld zum Start außerhalb des Vereinsgeländes und spielte anschließend den ganzen Tag für alle, die an ihr vorbeiliefen. Wer sechs Stunden lang im Kreis läuft, weiß solche Begleitung zu schätzen.

Kley gegen Neuschwander – und dann gegen die Uhr

Im Männerfeld lief von Beginn an alles auf ein Duell hinaus. Lukas Kley und Florian Neuschwander setzten sich sofort ab, und Kley machte kein Geheimnis aus seinen Ambitionen: Er wollte die 90 Kilometer angreifen. Neuschwander wechselte relativ früh die Schuhe und musste kurz nach der Marathonmarke wegen körperlicher Probleme aufgeben. Von da an lief Kley allein, nur noch gegen die Uhr und gegen den eigenen Körper. In der Schlussphase meldete sich auch dieser, und Kley nahm etwas Tempo heraus. Am Ende standen 85,614 Kilometer und der deutsche Meistertitel.

Hinter ihm entwickelte sich das spannendste Rennen des Tages. Moritz Ehm (TV Refrath) und Jan Wessely (SC Haag) führten die Verfolger an und lösten sich nach 50 Kilometern vom Rest. Ehm holte mit 83,278 Kilometern Silber, Wessely mit 82,518 Kilometern Bronze.

Die eigentliche Geschichte der zweiten Rennhälfte schrieben aber drei andere. Harald Barnickel (TSV 1860 Staffelstein), Christoph Lux (Spiridon Frankfurt) und Manuel Skopnik (TV Refrath) lagen bei der Marathonmarke auf den Plätzen 9, 14 und 12. Mit gleichmäßigen Runden arbeiteten sie sich Stück für Stück nach vorn und belegten am Ende die Ränge 4, 5 und 6. Barnickel lief als M55-Athlet 80,808 Kilometer, Lux machte mit 80,306 Kilometern die Fünferserie über 80 Kilometer komplett. Wer zur Halbzeit noch unter den ersten zehn lag, durfte sich trotzdem nicht sicher fühlen: Einige fielen zurück, Gerrit Wegener musste aufgeben. Der TV Refrath stellte mit Kley, Ehm und Skopnik drei der ersten sechs.

Zwei Debütantinnen und ein Echo von Nele Alder-Baerens

Bei den Frauen schrieb Maria Elisa Legelli eine Geschichte, die an Nürnberg 2016 erinnert. Die 35-Jährige bestritt in Schwindegg ihre erste Ultralauf-DM, führte von Anfang bis Ende und kam auf 80,085 Kilometer. Wie damals Alder-Baerens reihte sie sich damit als Frau in die Riege der 80-Kilometer-Läufer ein. Nach dem Rennen sagte sie, niemals gedacht zu haben, die 80 Kilometer zu schaffen. Aber sie habe sich die ganze Zeit gut gefühlt und sei jetzt einfach nur überglücklich und motiviert für weitere Ultraläufe.

Florentine Beese (Hannover Athletics) wurde mit 76,463 Kilometern Zweite, musste allerdings bis zum Schluss um Silber kämpfen, denn Friederike Schoppe (LSG Goldener Grund Selters/Ts.) blieb ihr dicht auf den Fersen. Weniger als ein Kilometer und damit weniger als eine Runde trennte die beiden am Ende. Schoppe gewann mit 75,544 Kilometern Bronze, eine herausragende Leistung in der W50.

Weltrekord in der M70

Starke Leistungen gab es an diesem Tag in allen Altersklassen. Herausragend war Matthias Betzler (Spiridon Frankfurt): Er lief in der M70 67,665 Kilometer und stellte damit einen neuen Weltrekord auf.

Ein Abschluss, der Lust auf mehr macht

Mit der DM in Schwindegg endete die Meisterschaftssaison der DUV, und sie hätte kaum besser enden können. Die Teilnehmenden lobten vor allem die Organisation des Veranstalters rund um Obmann Günther Weitzer. Und vielleicht hat dieser Tag dem deutschen Ultralauf zwei neue Hoffnungsträgerinnen beschert. Legelli (Jahrgang 1991) und Beese (Jahrgang 2000) haben ihre Ultra-Karriere gerade erst begonnen. Nele Alder-Baerens lief ein Jahr nach ihrem Debüt in Münster 85,492 Kilometer, damals Weltrekord. Wohin der Weg der beiden Debütantinnen von Schwindegg führt, wird die deutsche Ultralaufszene mit großer Spannung verfolgen.

Ergebnisse der DUV DM im Sechs-Stunden-Lauf 2026 hier:

https://my2.raceresult.com/382013/results/pdf?name=Ergebnislisten%7C3%20Ergebnisliste%20DM%20MW&contest=0&lang=de

Die Laufpartner 1 mit Jasmin Beer, Christiane Neidiger, Marieke Broeren gewann die Teamwertung der Frauen (https://my.raceresult.com/382013/results#0_A654D7), bei den Männer siegte der TV Refrath mit Kley, Ehm und Skopnik (https://my.raceresult.com/382013/results#0_3AB808).

Bei den Seniorinnen triumphierte die LG Mauerweg Berlin e.v. 1 (Mandy Gandecki, Sandra Kötzle, Silke Stutzke,  https://my.raceresult.com/382013/results#0_685A65), bei den Senioren siegte TV Refrath 1 mit Skopnik, Olaf Mennicken, Alexander Hoerniss ( https://my.raceresult.com/382013/results#0_3D47D2).

DM 6 h Schwindegg 2026

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